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Deutschland entdecken auf einer sinnlichen Reise durch Sachsen

Der Laut der Steine.

Man hätte meinen können, ich sei nach Dresden gekommen, um Geschichte zu sehen. Das war ein Irrtum. Ich war gekommen, um sie zu hören. Sie klang nach einem leisen, harten Klicken, einem trockenen rhythmischen Aufeinandertreffen, das aus einer umzäunten Baustelle auf dem Neumarkt drang. Drei Männer in staubigen Overalls saßen auf Kisten und klopften Steine. Jeder frisch behauene Elbsandsteinblock trug ein gelbes Schild. Mit hämmernder Gedanke fügten sie das Puzzle der Frauenkirche wieder zusammen, Stein für Stein, Tag für Tag. Dieser Klang, das unüberhörbare Geräusch der Rekonstruktion, war die erste und ehrlichste Begrüßung, die diese Stadt mir bot. Er versprach nichts. Er stellte nur eine Tatsache fest: Hier wird wieder aufgebaut. Immer.

Das Barocke ist ein Geruch.

Dresden roch an jenem Morgen nach nassem Stein und frisch gemahlenem Kaffee. Ich stand auf der Brühlschen Terrasse, dieser anmaßenden Balkonlage über der Elbe, und versuchte, den berühmten Canaletto-Blick zu sehen. Nebelschwaden hingen zwischen den Kuppeln der Altstadt, ließen die Hofkirche wie ein gespenstisches Schiff auftauchen und den gerade wiedererstandenen Schlossbau schwer und unwirklich erscheinen. Der Blick war verhangen, aber die Nase arbeitete auf Hochtouren. Neben dem mineralischen Flussdunst stieg der süßliche Duft von Marzipan aus einer Konditorei auf. Aus einem offenen Kellerfenster waberte der muffige, aber nicht unangenehme Hauch von feuchter Erde und alten Büchern. Das Barocke, so beschloss ich, war kein Stil. Es war ein olfaktorisches Ereignis, eine Mischung aus Prunk und Moder, aus Süße und Schwermut. Ein Mann in einem abgetragenen Anzug murmelte mir etwas über die „Steinerne Glocke“ der Kunstakademie zu und verschwand im Nebel, bevor ich antworten konnte.

Das Fleisch ist ein Versprechen.

Die sächsische Küche beginnt mit einer Lüge. Sie präsentiert sich als bodenständig, deftig, ehrlich. Dann bringt sie Ihnen einen Sauerbraten. Dies war kein Stück gekochtes Fleisch. Es war eine Kapitulation. Das Rind hatte wochenlang in einem Verlies aus Essig, Wein und Gewürzen gelegen, bis jede Faser ihren Widerstand aufgegeben hatte. Sie löste sich unter der Gabel auf, nicht im Mund, sondern bereits auf dem Teller. Sie zerging zu einem dunklen, aromatischen Nebel. Die Klöße daneben, diese perfekten Halbkugeln aus Kartoffelteig, dienten nur als weiche, neutrale Landeplätze für die Geschmacksexplosion. Ich saß in einem Gewölbe nahe der Kreuzkirche, und mit jedem Bissen schwand mein Vorsatz, auch noch die berühmte Dresdner Eierschecke zu probieren. Das Fleisch hatte gesiegt. Es war ein Versprechen von Sättigung, das so absolut war, dass es fast beängstigend wirkte.

Der Fluss ist eine Bühne.

Die Elbe ist die gelassenste Komparsin der Stadt. Sie rauscht nicht, sie schiebt. An ihren Ufern entfaltet sich das ganze sächsische Theater. Auf der einen Seite die steinerne Pracht der Altstadt, eine Kulisse aus Sandstein und Goldblatt. Auf der anderen Loschwitz, die Villen hängen wie weiße Schwalbennester an den grünen Hängen, verbunden durch die schwebende Arche der Schwebebahn. Und mittendrin, träge und braun, zieht das Wasser seine Bahn. Ich bestieg einen der alten Raddampfer, ein schwimmendes Stück Dampfzeitalter mit polierten Messingknäufen und knarzendem Holz. Der Dampfpfiff riss ein perfektes, weißes Loch in die Stille. Wir fuhren nicht flussaufwärts. Wir glitten durch eine bewegliche Diorama, vorbei an Wiesen, in denen Menschen wie bunte Punkte lagen, und unter Brücken hindurch, die aus der Nähe betrachtet plötzlich riesig und rostfleckig waren. Der Fluss machte aus der Stadt eine Ansichtssache. Er zwang einen, Abstand zu nehmen.

Der Wald ist eine Kathedrale.

Die Sächsische Schweiz begann mit einer Täuschung. Der Name suggerierte alpine Schroffheit. Was mich empfing, war etwas anderes: eine stille, grüne, fast sakrale Weite. Die Felsen waren keine Gipfel, sie waren Pfeiler. Riesige, verwitterte Sandsteinmonolithen, die aus dem dichten Buchenwald emporwuchsen und ein gewaltiges, natürliches Gewölbe zu tragen schienen. Die Luft roch nach feuchtem Moos und harziger Kiefer. Das einzige Geräusch war das Knacken meiner eigenen Schritte auf dem Nadelteppich und, in weiter Ferne, das Rauschen der Elbe, die sich unten durch das Tal zwängte. Ich stieg zur Bastei hinauf. Von der berühmten Brücke blickte man nicht auf eine Landschaft herab. Man schwebte inmitten ihres Baumkronendachs. Falken kreisten lautlos zwischen den Türmen aus Stein. Dieser Wald war kein Erholungsgebiet. Er war ein Ort der Demut. Er erinnerte einen daran, dass die großartigsten Architekten der Welt keine Menschen waren.

Das Porzellan ist eine Obsession.

Im Zwinger, diesem lächerlich überladenen Festbau aus Stein, herrscht eine andere Art von Besessenheit. Sie ist weiß, durchscheinend und schreckhaft zerbrechlich. Die Porzellansammlung Augusts des Starken ist das Protokoll einer Manie. Der Kurfürst, der sich so gern in einen Herkules verwandelt hätte, fand seine wahre Stärke in der Fragilität. Hier hockten Pagoden aus Meißner Porzellan, ihre Gesichter in schelmischen Grimassen erstarrt. Dort thronten Adler, lebensgroß und federlos, aus dem gleichen kostbaren Material. Unmengen von Tellern, Tassen und Tieren, alle in diesem gespenstischen, kühlen Weiß. August der Starke wollte aus Böttger geheimnisvoller Erfindung eine zweite Natur erschaffen. Er scheiterte glorreich. Das Porzellan blieb unnatürlich, überirdisch schön und völlig nutzlos. Es war der Triumph der Dekadenz über die Vernunft. Vor einer Vitrine mit affenköpfigen Teekannen musste ich lachen. Dies war kein Museum. Es war das Archiv eines kollektiven Wahnsinns, finanziert durch sächsische Silberminen und in Porzellan gebrannt.

Die Gaststube ist ein Tribunal.

Die wahre Volksvertretung Sachsens tagt nach acht Uhr abends in den Gaststuben der Vorstädte. Ich fand mich in einer solchen wieder, einem niedrigen Raum mit dunklen Balken und Bierfilzen auf den Tischen. Die Luft war dick vor Rauch und Gespräch. An der Theke führte ein Mann mit kräftigem Stierncken ein lautes, einseitiges Gespräch über die Fehler der Verkehrsplanung. Seine Zuhörer nickten in rhythmischer Zustimmung. An einem anderen Tisch debattierten drei ältere Herren über die korrekte Zubereitung von Klößen, mit der Ernsthaftigkeit von Verfassungsrichtern. Ich bestellte eine „Helle“, und das schaumgekrönte Glas wurde mir mit einem kurzen, prüfenden Nicken gereicht. Mein Akzent hatte mich verraten. Ich war ein Auswärtiger, ein Beobachter. Hier wurde nicht gespielt. Hier wurden Urteile gefällt: über das Wetter, die Politik, das Bier und die Welt. Ich trank schweigend und lauschte dem Chor der tiefen, gereizten, lebendigen Stimmen. Es war die musikvollste Form von Missmut, die ich je gehört hatte.

Die Spur ist ein Rätsel.

Der Pfad hinauf zum Lilienstein war nicht markiert, er war eingewachsen. Lediglich gelegentliche, abgeblätterte Farbtupfer an Bäumen deuteten einen Weg an. Ich folgte ihnen, verlor sie, fand sie wieder. Das war keine Wanderung mehr, es war eine Entzifferung. Der Waldboden federte unter alten Blättern. Das Licht fiel in schrägen, grünen Schläuchen zwischen den Stämmen hindurch. Nach einer Stunde des Steigens und Irrens öffnete sich das Blätterdach. Ich stand auf einem Felsplateau, abgeschnitten von der Welt. Unten schlängelte sich die Elbe wie eine träge, silberne Schlange. Die gegenüberliegenden Tafelberge standen in der bleichen Mittagssonne wie riesige, versteinerte Tische, gedeckt für Götter, die längst nicht mehr kamen. Die Stille hier war anders als im Tal. Sie war vollständig. Sie löschte nicht nur Geräusche, sondern für einen Moment auch Gedanken. Der Mensch, der diese Aussicht zuerst sah, dachte nicht an Postkarten. Er dachte an Ewigkeit. Ich atmete ein und spürte, wie klein und vorübergehend ich war. Ein willkommenes Gefühl.

Der Markt ist ein Organismus.

Der Striezelmarkt am Altmarkt war kein Weihnachtsmarkt. Er war ein lebendiges, atmendes, glucksendes Wesen mit eigenen Gesetzen. Hitze wallte aus den Buden, trug den Geruch von gebrannten Mandeln, Glühwein und Bratwurst vor sich her. Das Gedränge pulsierte in einer Art rhythmischer Gezeiten. Vor der historischen Losbude ballte es sich zu einem dichten Knäuel aus Wollmützen und erhobenen Smartphones, dann löste es sich wieder in den breiteren Strom auf. Kinder mit Riesenbrezeln im Gesicht starrten fasziniert auf den mechanischen Schwibbogen, in dem bergmännische Figuren ewige, klappernde Runden drehten. Ich kaufte eine Tasse heißenden Pflaumentrunk, einen dickflüssigen, würzigen Saft, der mehr nach Weihnachten schmeckte als jedes parfümierte Gebäck. Ein Chor auf der Bühne stimmte „Stille Nacht“ an. Hunderte Stimmen fielen ein, leise, brummig, fast schüchtern. Für zwei Minuten war das Drängen und Schieben vergessen. Der Organismus hielt den Atem an und sang.

Die Kunst ist ein Dieb.

Das Grüne Gewölbe ist die sicherste Schatzkammer der Welt. Panzerglas, Bewegungsmelder, gedimmtes Licht. Doch die wahre Sicherheitsvorkehrung ist die Überwältigung. August der Starke ließ hier nicht einfach Juwelen anordnen. Er inszenierte einen Raub der Sinne. Der Raum mit den Meisterwerken der Juwelierkunst ist eine einzige Explosion von Licht. Der „Hofstaat zu Delhi am Geburtstag des Großmoguls“, eine Miniatur aus 5.000 Diamanten, Rubinen und Perlen, funkelt mit einer kalten, überirdischen Intensität. Das Licht bricht sich in tausend Splitter, tanzt über die Wände, sticht in die Augen. Nach zehn Minuten in diesem Raum war ich nicht mehr reicher. Ich war beraubt. Beraubt meiner Fähigkeit, dieses Maß an verschwenderischer Schönheit zu verarbeiten. Der menschliche Geist ist nicht für solchen Glanz gemacht. Er streikt. Er geht in einen Zustand der betäubten Bewunderung über. Der größte Schatz dieser Kammer war nicht der Goldschmuck. Es war die Demut, die sie jedem abpresste, der sie betrat.

Die Dämmerung ist ein Maler.

Wenn die Sonne hinter den Elbhängen versinkt, vollzieht sich in Dresden ein lautloser Wechsel der Zuständigkeiten. Die Architekten treten ab. Die Maler übernehmen. Das letzte Licht taucht die Sandsteinfassaden der Semperoper in ein warmes, honigfarbenes Gold. Die blasse Kuppel der Frauenkirche wird zu einem rosagen Leuchten, das vom dunkler werdenden Himmel abzuheben scheint. Die Fenster der Altstadtwohnungen blinken einer nach dem anderen auf, gelbe, orangefarbene Quadrate in der samtenen Bläue. Ich ging über die Augustusbrücke. Der Fluss unten war jetzt eine schwarze, spiegelglatte Fläche, die die Lichter der Ufer verdoppelte und in lange, zitternde Schlangen verwandelte. Der Abend malte nicht mit Pinseln. Er malte mit Zeit. Jede Minute veränderte einen Ton, verstärkte einen Kontrast, tilgte ein Detail. Die Stadt verwandelte sich von einem geografischen Ort in eine Stimmung, von einem Bauwerk in ein Gefühl. Ich blieb stehen. Für einen Moment war ich nicht mehr Tourist oder Beobachter. Ich war Teil des Gemäldes.

Das Erz ist ein Gedächtnis.

Das Erzgebirge ist ein bodenständiger, kantiger Verwandter des sächsischen Barock. Die Luft hier ist kühler, schärfer, sie riecht nach Fichte und einer ferne, metallischen Würze. In einem kleinen Museum in Seiffen erlebte ich, wie aus einem Holzklotz unter den schnellen, sicheren Schnitten eines Schnitzers ein Räuchermännchen entstand. Seine Bewegungen waren jahrhundertealt, ein überliefertes Wissen von Vater zu Sohn. Aber die wahre Geschichte dieses Gebirges lag tiefer. In Annaberg-Buchholz stieg ich hinab in den „Im Gößner“ Stolln. Die Kühle der Erde umfing mich sofort. Die Wände, von schwachen Lampen beleuchtet, glänzten feucht. Mit der Hand berührte ich das Gestein. Es war kalt und hart. Hier, in dieser ewigen Dunkelheit, hatten Männer nach Silber gegraben und den Reichtum geschaffen, der die Prunkbauten Dresdens finanzierte. Das glitzernde Porzellan oben, der schwitzende, von Staub gefüllte Schacht hier unten. Es war eine einzige Kausalkette des Leids und des Glanzes. Das Erzgebirge war das Gedächtnis Sachsens. Ein dunkles, schweres, ehrliches Gedächtnis.

Die Gasse ist eine Nische.

Dresdens Geheimnis ist nicht seine Breite, sondern seine Tiefe. Man muss von den Prachtstraßen abbiegen, in die schmalen Gässchen der Äußeren Neustadt. Plötzlich war der barocke Prunk weg. Stattdessen: verblasste Jugendstilfassaden, bunt bemalte Läden, das Summen eines Cafés. An einer Hauswand prangte ein riesiges Graffiti, ein surreales Portrait von einem Mann mit Blattgoldgesicht. Vor einer Kneipe namens „Planwirtschaft“ standen junge Leute, lachend, mit Bierflaschen in den Händen. Die Luft roch jetzt nach Koriander und gebratenem Gemüse, nach einer Weltküche, die den sächsischen Standard längst hinter sich gelassen hatte. Ich fand ein winziges Antiquariat, bis unter die Decke vollgestopft mit Büchern. Der Besucher, ein Mann mit zerlesener Hornbrille, empfahl mir mit leiser Stimme einen Reisebericht aus den zwanziger Jahren. Hier, in diesen Nischen, lebte nicht die rekonstruierte, sondern die gegenwärtige, suchende, manchmal widerspenstige Stadt. Sie war unordentlicher. Und viel lebendiger.

Die Seilbahn ist ein Traum.

Die Dresdner Schwebebahn ist ein technisches Wunder, das die Gesetze der Schwerkraft zu missachten scheint. Sie ist keine Bahn, sie ist ein Pendel. Die Kabine, ein hölzerner, cremefarbener Kasten aus Urgroßvaters Zeiten, hängt an einem starren Arm und schaukelt bedrohlich, wenn sie sich in Bewegung setzt. Ich stand innen, das Herz einen Schlag schneller, als wir uns von der Talstation lösten. Plötzlich schwebten wir frei. Nicht über den Boden, sondern über den Dächern von Loschwitz. Die Villen glitten unter uns dahin, ihre Gärten winzige grüne Teppiche. Die Elbe war ein breites, glänzendes Band. Dann, mit einem leisen Ruck, begann der steilste Teil der Strecke. Die Welt kippte. Der Horizont verschwand. Alles war jetzt nur noch Aufstieg, ein Klettern entlang der Schiene in den Himmel. Für einen atemberaubenden Moment hatte ich das Gefühl, nicht zu fahren, sondern zu fliegen, getragen von diesem alten, knarrenden Gestänge. Es war die absurdesten und poetischsten Art, einen Hügel zu besteigen. Ein Traum aus Stahl und Mut.

Der Klang ist ein Wiederhall.

Mein letzter Abend führte mich in die Frauenkirche. Nicht als Tourist, sondern für ein Abendkonzert. Die Kuppel, von innen betrachtet, war ein gewaltiger, heller Raum, der jeden Laut einsammelte und verwandelte. Das Orchester stimmte. Der Klang der Geigen stieg auf, traf die steinerne Kuppel und fiel als warmer, goldener Regen zurück. Als die ersten Takte einer Bach-Kantate erklangen, passierte etwas Seltsames. Die Musik füllte nicht nur den Raum. Sie füllte die Zeit. Sie überlagerte sich mit dem Gedächtnis des Ortes. Ich hörte nicht nur Bach. Ich hörte, oder bildete mir ein zu hören, das ferne Dröhnen der Bomben, das Krachen der einstürzenden Steine, das jahrzehntelange Schweigen der Ruine und dann wieder das beharrliche Klicken der Steinsetzer auf dem Neumarkt. Der Klang in dieser Kirche war nie rein. Er war ein Palimpsest, eine akustische Schichtung von Zerstörung, Trauer und beharrlicher, mühsamer Wiedergeburt. Die Träne, die mir die Wange hinunterlief, war keine der Rührung. Sie war eine der Erschöpfung. Die Erschöpfung angesichts einer Schönheit, die zu schwer trug an ihrer eigenen Geschichte.

Das Souvenir ist ein Stein.

Ich packte meinen Rucksack. Aus der Tasche fiel ein kleiner, unscheinbarer, grauer Stein. Ich hatte ihn am Ufer der Elbe aufgesammelt, dort, wo die Basteifelsen ins Wasser fallen. Er war glatt, kalt und völlig gewöhnlich. Kein bearbeiteter Sandsteinblock mit Preisschild. Nur ein Stück dieses Landes, von Wasser und Zeit geschliffen. Ich wog ihn in der Hand. Er war das Gegenteil von Porzellan: hart, nützlich, allgegenwärtig. In ihm steckte die Stärke der Tafelberge, die Geduld des Flusses und die Stille des Waldes. Er war kein Beweis, dass ich hier gewesen war. Er war eine Erinnerung daran, was dieser Ort war, bevor Menschen kamen, um ihn zu besichtigen. Ich steckte ihn wieder ein. Der Zug setzte sich in Bewegung. Dresden zog an meinem Fenster vorbei, erst die modernen Vorstädte, dann die weiten Felder. Der Klang der Steine im Ohr war leiser geworden. Er war jetzt ein Echo. Ein Echo, das mitfuhr.


Mit einem lächelnden Gruß aus dem Herzen Dresdens,
Ihr Entdecker der Kultur und Gastfreundschaft und Führer durch die Schätze von Geschichte, Kunst und Genuss.

Quellenangaben:
Inspiriert von den kulturellen Schätzen und der Einzigartigkeit Dresdens.
Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen,
Meyers Konversations-Lexikon 3. Auflage 1874 - 1884
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie

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