Wilde Tiere
Ich allein nur soll dich meiden, Holde Spenderin der Lust? Ich soll wilde Tiere neiden Um das Fühlen ihrer Brust? Nein! dem schönsten aller Triebe Sei mein fühlend Herz […] Mehr lesen
Mehr lesenAusflugsziele und Reisen
Ich allein nur soll dich meiden, Holde Spenderin der Lust? Ich soll wilde Tiere neiden Um das Fühlen ihrer Brust? Nein! dem schönsten aller Triebe Sei mein fühlend Herz […] Mehr lesen
Mehr lesenRücksichtlich der einstigen Erbfolge in Koburg-Gotha bei der Kinderlosigkeit des Herzogs wurde dem vereinigten Landtage eine Vorlage gemacht, zufolge welcher laut einem bei der […] Mehr lesen
Mehr lesenDer Vorname des jungen Chefs war Fabian. Er war etwa 1,80 Meter groß und von Statur und Körperbau eines Menschen, der es gewohnt war, sich gut zu ernähren und seinen Körper […] Mehr lesen
Mehr lesen
Der Wahnsinn bricht los. Die ersten Corona-Fälle tauchen auf, und die Gesellschaft befindet sich im freien Fall. Der Feind ist unsichtbar, lautlos, allgegenwärtig. Doch solange die Krankenhäuser sich vorbereiten, die Politik das Chaos verwaltet und das Gesundheitssystem den Atem anhält, formieren sich an einer ganz anderen Front die wahren Helden der Krise, die Biertrinker. Eine Nation mobilisiert ihre letzten Kräfte, um sich mit dem kostbarsten aller Güter zu versorgen, Corona Extra. Die Jagd ist gestartet.
Es ist 8 Uhr morgens in einem beliebigen Supermarkt in Deutschland. In der unscheinbaren Ecke eines Dresdner Supermarkts steht ein Regal mit der Aufschrift „Bier“. Doch heute wird dieses Regal zu einer geheimen Schatzkammer, verborgen und gehütet, gefüllt mit dem legendären „Corona Extra“. Die Rolltore öffnen sich langsam, knarren, sie wissen schon, was auf sie zukommt. Im Inneren herrscht Grabesstille, aber draußen wartet die aufgebrachte Menge. Sie stürzen hinein, alle wie auf Kommando, Männer, Frauen, Jugendliche, die alten Haudegen und die tapferen Hausfrauen. Sie alle sind eins in ihrem Ziel, das letzte „Corona Extra“. Es geht nicht um Geschmack oder Geselligkeit, sondern um das nackte Überleben.
Es beginnt harmlos. Ein sanfter, unschuldiger Ansturm auf die Bierregale, noch kein Grund zur Sorge. Doch unvermittelt flammt es auf, wie ein Funken in einem Pulverfass. Corona Extra, das Bier, wird zum Objekt der Begierde. Menschen drängen sich wie hungrige Wölfe um das Regal, schieben, schubsen, greifen, ihr Leben hängt davon ab. Jeder will das letzte „Corona“, koste es, was es wolle. Hier kämpft keiner für das Gute. Hier kämpft jeder für sein persönliches Corona Extra. Aufgeben ist keine Option, nur der Schnellste gewinnt. Die Gänge werden zu Schützengräben, Einkaufswagen zu Rammböcken. Sie kämpfen, reißen Flaschen aus den Händen anderer, stürzen sich auf die letzten Dosen, klammern sich verzweifelt daran, es ist ihr einziges Heilmittel gegen die drohende Pandemie. Die Schnellsten, die Mutigsten, sie erobern die Beute. Triumphierend heben sie das kostbare Corona Extra in die Höhe, es ist ihre Fackel der Freiheit. Ein episches Rennen, bei dem die Langsameren gnadenlos zurückbleiben.
Ein Abstecher nach Sachsen. Hier, in den Supermärkten Dresdens, sieht die Welt noch ein wenig anders aus. „Kommste heit, bekommste noch nüscht“, murmelt ein alter Mann und schüttelt den Kopf vor leeren Regalen, wo gestern noch fein säuberlich gestapelt der Campari und der Jamaica Rum prangten. Auch das tschechische Bier ist fort, und natürlich das deutsche. Sächsischer Dialekt macht die Krisenstimmung nicht leichter, aber bodenständiger.
Für die Dresdner hat die Krise andere Prioritäten. Sie brauchen ihre Schluckimpfung in Form von Corona Extra, oder wenigstens einen Seelenbalsam aus Campari und Rotwein. In den Supermärkten herrscht eine urige Mischung aus Galgenhumor und Pragmatismus. Hier füllen die Menschen ihre Vorräte nicht nur mit Lebensmitteln, sondern mit Genussmitteln, denn wie sagt man so schön: „Komm doch, nu moch ma hinne!“
Es ist ein Spektakel der sächsischen Seele, die pragmatische Kunst des Vorratsschaffens. Klopapier? Nur ein Nischenprodukt im Vergleich zu Corona Extra und dem kostbaren Rum. „Oooch, was solch’s mit dem Klohbaabier?“ Die Leute wissen, was zählt, und so sind die Bierregale in Dresden in kürzester Zeit wie leergefegt.
In Dresden brechen die düsteren Tage der Flaschensammler an. Es ist surreal. In den Straßen Dresdens jagt man nicht nach Nahrung, sondern nach dem letzten Corona Extra. Männer und Frauen, alt und jung, die Augen starr auf die Regale gerichtet, sprinten durch den Supermarkt. Schweiß rinnt, Hände zittern. Die Jagd ist ernst. Die Flaschen sind rar, aber der Durst ist riesig. Es entwickelt sich ein beklemmendes Schauspiel der menschlichen Gier, in einem Labyrinth, in dem jeder nach dem Ausgang sucht, einem Ausgang, der ihn direkt zum letzten Bier führt. Die Jagd ist entfacht, die Protagonisten der Krise kämpfen um die letzten Reste. Leere Regale erstrecken sich endlos, doch irgendwo im Supermarkt könnte noch eine einsame Dose Bier stehen. Die Augen starren durch die schmalen Spalten, die Münder murmeln leise Gebete, die Herzen klopfen, als gäbe es kein Morgen.
Eine kafkaeske Szene spielt sich ab. Es gibt kein Corona Extra mehr, aber die Suche geht weiter, die Hoffnung stirbt zuletzt. Jede Flasche wird zum letzten Rettungsanker, zum Symbol der Freiheit, und so irren die Menschen wie Gefangene durch ein Labyrinth aus Dosen und leeren Kartons, in der stillen Hoffnung, doch noch etwas zu finden.
hier zählt nur noch das Überleben der „Corona-Heldensammler“. Flasche für Flasche wird erkämpft und verteidigt, als eine kostbare Reliquie. Der Konsumzwang wird zur neuen Religion, die letzten Gläubigen verehren das Getränk und zollen ihm Respekt, auf Leben und Tod. „Das ist meine Flasche!“ schnaubt ein junger Mann, fest entschlossen, das letzte Bier aus Dresden zu tragen, es ist seine Bundeslade.
Doch während Bier und Rum in den Köpfen der Menschen kreisen, gibt es einen neuen, heiligen Gral, das Klopapier. Toilettenpapier steht nun nicht mehr nur für Hygiene, sondern für Status, für Wohlstand, ja für die Zivilisation selbst. In einer grotesken Kehrtwende wird das Toilettenpapier zum neuen Zahlungsmittel, kostbarer als Gold.
„Hast du Klopapier?“, fragt eine Stimme verzweifelt in den schäbigen Gängen eines Discounters. Die Antwort bleibt aus. Niemand redet über seine Vorräte. Klopapier ist Privatsache, streng geheim und unantastbar. Ein leises Lachen dringt von der Kasse her, ein zynischer Kommentar, der auf die absurde Abhängigkeit der Menschen hinweist. Das Fehlen von Klopapier ist der Beginn einer neuen Weltordnung, eines Gesellschaftssystems, das sich um das Dreilagige dreht.
Klopapier. Wer dachte einst, dass dieses unscheinbare Produkt zum Symbol einer neuen Ära würde? „Sie haben kein Klopapier mehr?“ fragt ein Mann an der Kasse mit ernster Miene. Die Verkäuferin, völlig ungerührt, nickt nur. „Klopapier ist das neue Gold“, sagt sie trocken. Menschen bieten Tauschwaren an, „Ein Sixpack Corona Extra für eine Packung Klopapier?“ Das Lachen in der Schlange wird zu einer verzweifelten Lachsalve, als die absurde Realität anklopft.
Die Regale sind wieder gefüllt. Corona Extra steht, wie ein Relikt aus vergangenen Tagen, scheinbar in Vergessenheit geraten. Die Begeisterung ist verflogen, das Bier verstaubt, während die Kunden es nur noch mit schiefem Lächeln betrachten. „Corona? Das Bier trinken jetzt nur noch die, die’s gar nicht mehr merken,“ kommentiert ein Passant und schüttelt den Kopf. Die einstige Verehrung ist verflogen – der Triumph des Verbrauchers über das Produkt ist offensichtlich.
Die Szene wirkt grotesk. Die Verachtung ist real und doch voller Ironie. Das, was man einst wie eine Trophäe betrachtete, wird jetzt mit kaum verhohlener Verachtung beäugt. Die Konsumenten sind über das „Corona Extra“ hinweg, der Virus ist besiegt, nur eine ferne Erinnerung bleibt.
Ein Mann hebt eine Dose Corona Extra, wirft sie prüfend in die Luft und lässt sie fallen, als hätte sie nie einen Wert gehabt. Das Lachen der Konsumenten wird zynischer, die Krise wird zum schlechten Witz. Corona Extra bleibt wie ein Relikt der Panik in den Regalen, eine Mahnung an die Schmach der vergangenen Monate.
„Schluckimpfung gegen die Krise!“ Der Dresdner und sein Humor, ironisch und treffsicher. Überall im Land erheben die Menschen ihre Corona Extra-Dosen in symbolischen Toasts. Ein sarkastischer Ritus, bei dem das Bier nun zum Ritual erhoben wird. Familien sitzen im Kreis, stoßen virtuell mit Freunden an, lachen und machen Corona Extra zum Markenzeichen des absurden Alltags.
es ist eine verrückte neue Normalität. Das Bier, einst verteufelt und geliebt, wird nun zum Symbol des Durchhaltevermögens. Der Ritus hat etwas Überirdisches, Bizarres, fast Transzendentes, ein Ritual, bei dem die bittere Realität für einen Moment verschwindet.
Und so kehrt Routine ein. Die Pandemie ist nicht besiegt, doch das Bier hat seinen festen Platz gefunden. Marktforscher sprechen nüchtern von der „neuen Normalität“. Der Mensch gewöhnt sich an das Absurde, akzeptiert den Ausnahmezustand. Zwischen Klopapier und Bier findet er sein Gleichgewicht, als hätte er nie etwas anderes gekannt.
Das Lächeln ist verschwunden, der Kampf vorbei. Corona Extra steht nun in jedem Kühlschrank, das Klopapier lagert fein säuberlich im Schrank. Die Gesellschaft hat sich eingerichtet, die Panik ist Routine. Ein leiser Sieg des wirklichen Lebens.
Der Alltag kehrt ein. Marktforscher beobachten, analysieren, dokumentieren, die Krise, das Chaos, die Routine. Menschen organisieren sich. Das Verlangen nach Corona Extra verblasst. In Supermärkten stehen die Dosen wie stumme Zeugen einstiger Panik und Absurdität.
Die Welt hat sich verändert. Die Hamsterkäufe sind vorüber, und der Mensch hat seine Balance gefunden – eine neue Normalität, die inmitten der Unsicherheit eine gewisse Ruhe bringt. Die Gesellschaft wird zur Beobachterin ihres eigenen Wahnsinns, studiert und reflektiert durch die nüchterne Linse der Wissenschaft.
Der nächste Winter naht, die Menschen bereiten sich wieder vor. Corona Extra steht in den Regalen, und in den Köpfen der Konsumenten braut sich bereits die nächste Krise zusammen. Das nächste Hamsterprodukt ist längst auserkoren, in geheimen Foren wird getuschelt, was die nächste Mangelware wird. Klopapier? Nudeln? Oder ein ganz neues Objekt der Begierde?
Der Blick in die Zukunft ist düster, aber klar. Eine neue Krise wartet, wie der nächste Sturm am Horizont. Die Gesellschaft bereitet sich vor, blickt zurück auf die Hamsterkäufe und fragt sich, was kommt als Nächstes? Irgendwo da draußen wartet schon die nächste Knappheit, das nächste heilige Gut, das die Menschen zu Abenteurern in den Supermärkten werden lässt.
Die Angst vor dem nächsten Mangel schwebt über der Bevölkerung wie eine unheilvolle Prophezeiung. Niemand sagt es laut, aber jeder fühlt es. Das nächste Hamsterprodukt ist schon fest im Bewusstsein verankert, es hat sich wie ein Mythos in die Köpfe gebrannt, bereit, in die Realität einzubrechen.
Mit einem Augenzwinkern und den besten Wünschen aus dem Labyrinth des alltäglichen Wahnsinns,
Ihr Chronist des menschlichen Wahnsinns im Dickicht der Kuriositäten.
*Der geneigte Leser möge entschuldigen, dass wir nicht erwähnen, welche Orte, Ortsnamen und Sehenswürdigkeiten im Verlaufe der vergangenen mehr als 100 Jahre, durch den ersten und zweiten Weltkrieg, viele Jahre entwickelte Sozialistische Gesellschaft und mehrerer Rechtschreibreformen verloren gingen oder geändert wurden.
Quellenangaben:
Inspiriert von den Absurdität des Gewöhnlichen, die in Zeiten der Pandemie zum Abenteuer wird.
Meyers Konversations-Lexikon 3. Auflage 1874 - 1884
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie
Sind die Hamsterkäufe vorbei?
der Erdboden tief ausgewaschene Furchen. Von sehr umfänglichen Felsenstürzen herrührend, lagen große Blöcke an dem Strande umher, den eine dichte Lage Seepflanzen, Varec und Algen, mehr lesen >>>
Vorüberziehn, in seltsam scheuer Hast, sie an der Arbeitsherren Prunkpalast: den Tisch, der dort vor Ueberfülle bricht, sie deckten ihn; doch ihnen blüht er nicht. Zwei mehr lesen >>>
Ein Lied, das der berühmte Philosoph Haeckel am 3. Juli 1911 vormittags auf einer Gartenpromenade vor sich hinsang: Wimmbamm Bumm Wimm Bammbumm Wimm Bamm Bumm Wimm mehr lesen >>>
dir aufrichtig, daß wir alles aufbieten werden, um ihn zu befreien. Er lächelte und sagte: Und wenn ihr geht und alle seine Krieger ruft, so werden sie mehr lesen >>>
Du warst allein, ich sah durchs Schlüsselloch den kraftlosen Lichtstrahl der späten Glühbirne noch. Was stand ich doch und trat überhaupt nicht mehr lesen >>>
Wir sind jetzt also in civilisirten Landen? fragte der Jäger. Bei der Schnelligkeit, mit der wir fortkommen, wird auch das nicht lange mehr lesen >>>
Ich weiß es wohl, die Eiche muß erliegen, Derweil das Rohr am Bach, durch schwankes Biegen, In Wind und Wetter stehnbleibt, mehr lesen >>>
Ein König, hocherhaben auf lichtumglänztem Sitz; in zorngehobner Rechte flammt der gezackte Blitz. Wie Donnerwolken mehr lesen >>>
Mitten unter diesen inneren Unruhen werden wir mit einer Invasion von der Insel Blefuscu bedroht, dem mehr lesen >>>
Wohl strömt ein feuchter Segen und labt das atmende Thal. Du meiner Seele Regen, Wann strömest mehr lesen >>>
con lautobus per il parcheggio degli autobus der Klapperstorch hat Diego gebracht mehr lesen >>>
Ein Tatortvideo zeigt Einbruch nach dem Brand eines Verteilerkastens an der mehr lesen >>>
Schlüpf schnell in deine goldnen Schuh', O rosenfingrig Kind! Des mehr lesen >>>
Und jeder neue Tag bringt neue Tränen! So rufet Lykoon, mehr lesen >>>
bei offen stehendem Munde. Ich rüttelte ihn mehr lesen >>>
der Winter ist da, draußen der mehr lesen >>>
So begann wenige Monate mehr lesen >>>
Darauf wurden bis mehr lesen >>>
Doch du mehr lesen >>>
Niemand ärgerte und kränkte mich jemals so sehr wie der Zwerg der Königin. Da dieser nämlich so klein war, wie man bisher noch niemand im Lande gesehen hatte (ich glaube wirklich, daß er nicht höher als dreißig Fuß war), wurde er so unverschämt, als er ein noch unter […]
Im weißen Gewand graben die Unglücklichen ihre letzte Ruhestätte. Ihre Herzen singen Ave Maria, aber ihre Lippen singen es nicht. Wer am Ende des Ave Maria, auf einem Stuhl an einem Brunnen sitzend. Was den Stand der Dinge am Ende betrifft, so erinnern Sie sich daran, zu […]
Naht mir gar der Wächter der Geschichte, der ewige Kronos, Führt in des Alterthums graueste Ferne, zur Insel Rügen er mich. Zur Kumäischen Stadt die Stahlseile für 4000 kN Zugkraft über den Strelasund und zu den negropontischen Wandrern. Denn ohne Paß wäre es mir […]