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Mittwoch, 1.1.2025
Der erste Tag des Jahres beginnt, ohne Katerfrühstück. Doch das ist eine ganz andere Geschichte, in einem ganz anderen, ganz neuen Jahr...
Im Traumbazar Neujahr mit Käse und Balanceakt =>
Dienstag 31.12.24
Der letzte Tag des Jahres beginnt mit einem köstlichen Mittagessen. Noch einmal von Gianhis Fried Kitchen, das seit gestern perfekt durchgezogen ist und heute sogar noch besser schmeckt. Ein würdiger Auftakt für einen netten Silvestertag. Am Nachmittag bringt mich die Straßenbahn zum Schillerplatz. Von dort fährt mich die Buslinie 61 über das Blaue Wunder bis zum Körnerplatz. Die Grundstraße hinauf und an der Haltestelle Tännichtstraße steige ich aus, direkt gegenüber vom Schweizerhaus. Die Tännichtstraße entlang, immer weiter bergauf, rechts die Scharfensteinstraße um die Serpentinenkurve herum, biege dann nach rechts in die Weißer-Hirsch-Straße, die ihren Namen von der historischen Bezeichnung des Viertels „Weißer Hirsch“ hat und für ihre Villenarchitektur bekannt ist. Endlich erreiche ich das Ende der in den 1890er Jahren als Reichenbacher Straße von Christian Reichenbach aus Dresden erbauten Straße, die am 1. Juni 1926 in Pabststraße, nach dem Dramaturgen am Dresdner Hoftheater Julius Pabst, umbenannt wurde. Tief unten im Tal liegt die Felsenquelle, ein beschaulicher und mystischer Ort. Mein Weg führt weiter über die Wachbergstraße, an deren Ende sich das historische Ausflugslokal Wachbergschänke mit einem eindrucksvollen Blick über Dresden und die Sächsische Schweiz steht. Aber ich gehe in die Roseggerstraße, nach dem österreichischen Schriftsteller Peter Rosegger benannt. Dann nach rechts in die Krügerstraße, benannt nach dem Münzgraveur Reinhard Krüger, vorbei am Krügerhaus in der Krügerstraße 22, vom Architekten Heinz Poppe als Laborgebäude für Dr. Martin Nier errichtet, mit dem Sgraffito „Münzkrüger“ von Hans Peter Möller-Uetersen nach einer Zeichnung von Ludwig Richter. Erstaunlich was für Laborgebäude sich Maschinenbauingenieure wie Dr. Martin Nier für elektrophysikalische Labore früher so bauen ließen. Geplant ist, über den Veilchenweg, vorbei an historischen Villen und dem ehemaligen Hotel Victoriahöhe unter der Schwebebahn hindurch, in einer halben Stunde zurück zum Körnerplatz zu gelangen. Doch an der Haltestelle Amselsteg hält wie gerufen die Linie 84. Ich springe hinein, und der Bus schlängelt sich durch die engen Straßen von Oberloschwitz zurück zum Schillerplatz, wo die Straßenbahn gerade einfährt. Ein perfekter Silvesternachmittag, der Lust auf den Abend macht.
Am Abend im Dienste der Wissenschaft den Chilli auf Schärfe testen.
Unterstützt von einem Bier startet das Experiment.
Radieschen mit Chili Scharfe Perle - eine feurige Kombination.
Wasabi-Gurke mit zehnmal Chili Scharfe Perle - damit es scharf wird.
Wasabi-Gurke mit zweimal Chili Carolina Reaper – hier hätte einmal gereicht.
Kräuterhexenkäse – eine angenehme Abwechslung.
Frischkäse mit einmal Chili Carolina Reaper – das passt perfekt!
Ein würdiger Abschluss für die letzten dreieinhalb Stunden des Jahres.
Montag 30.12.24
Ein Dezemberabend der Geduld verlangt. Um 18:30 sollte das Essen da sein, doch es lässt auf sich warten. Minuten ziehen sich hin, aus Minuten werden Ewigkeiten, aber wenigstens, um 19:30 Uhr, klingelt es. Und was für ein Genuss zieht da ein! Auf dem Tisch türmen sich Crispy Chicken Bites, Spicy Chicken Bites und Garlic Soy Chicken Bites, knusprig und voller Aroma. Daneben liegen die Wurst Corn Dog im Teigmantel, ein echter Hingucker. Doch das ist nur der Anfang. Nem und Vegan Mandu ergänzen die Auswahl, dazu Pommes frites und Kimchi Fries, die mit süß-scharfer Soße ein perfektes Duo bilden. Der Geschmack überrascht und begeistert, jedes Gericht ist reichlich und mit einer Menge Fleisch zubereitet, mehr als bei den bisherigen Lieferanten. Die Küche hat die Herausforderung angenommen, das Jahr mit einem Festmahl zu verabschieden. Dazu aus eigenen Vorräten, Wasabino-Gurken eingelegt mit Wasabi und Wasabicrunch, nicht sehr scharf, bessere Gewürzgurken. Gewürzmischung mit einer Vielzahl an Kräutern und wenig Salz, Chilli „Scharfe Perle“ 150.000 Scoville und zum verstärkten Abschmecken aus der Edelstahl Gewürzmühle Chilli „Carolina Reaper“ mit 2,2 Millionen Scoville, deren Schärfe wie ein Feuersturm den Gaumen überrollt, ein Erlebnis, das selbst Schärfeliebhabern fast die Tränen in die Augen treibt und gut durchwärmt. Ein Abend, der satt und glücklich macht.
Sonntag 29.12.24
Mit einem perfekten Latte Macchiato mit drei präzisen Schichten, Milch, Espresso und Milchschaum, und einer Tasse Cappuccino mit einer zarten Schaumdecke, die zwei kleine Espresso-Spots zieren, begleitet von einem Stück leckerem Mohnstollen, beginnt der Nachmittag. Der Weg führt heute nach Kleinzschachwitz zu Fürst Nikolai Abramowitsch Putjatin, sein zweiter Mops ist zurück, eine fürstliche Wiedervereinigung. An der Haltestelle warten Fragen des Naturschutzes zwischen Erinnerungen an Willy Brandt und dem zweiten Königreich. Vom Schillerplatz führt der Weg vorbei an einer liebevoll gestalteten Modelleisenbahn, deren Züge gemächlich ihre Kreise ziehen, weiter die Kretschmerstraße entlang zur Bus-Haltestelle Berggartenstraße, wo die Heilig-Geist-Kirche Dresden-Blasewitz ihre Türme in den Himmel reckt. Mit Bus Linie 65 weiter nach Großzschachwitz am Ostende von Dresden-Leuben, am Zschach Center aussteigen. Die Bahnhofstraße, über den Lockwitzbach, auf der Putjatinstraße entlang der Grenze zwischen Kleinzschachwitz und Meußlitz, bis zum Denkmal von Fürst Nikolaus Abramowitsch Putjatin am Putjatinplatz. Hier sitzt er wieder mit seinem zweiten Mops, der nach jahrelangem Verschwinden die Szene nun komplettiert, ein Sinnbild für die Erinnerung an eine vergangene Epoche. Weiter zur Augustinstraße, vorbei am Spielplatz zur Haltestelle Gondelweg der Buslinie 86, aber zum S-Bahnhof Dobritz oder nach Kreischa will ich heute nicht, also weiter die Fanny-Lewald-Straße und Zschierener Straße bis zu Meußlitzer Straße. An der Haltestelle 11 Minuten warten? Nein, weiter die Berthold-Haupt-Straße, vorbei an der Alten Mälzerei, einem stillen Zeugnis vergangener Zeiten, wo die Gespenster um den Turm schweben und Geschichten von langen Nächten und geheimen Braurezepten in der Luft liegen. Ich erreiche die Haltestelle Heckenweg, springe in die nagelneue breite Linie 2 und lade das Handy gleich am DVB-USB auf.
Sonnabend 28.12.24
Spaziergang durch Blasewitz und Neugruna, mit der Straßenbahnlinie 6 bis zur Haltestelle Heinrich-Schütz-Straße, der Frida-Markt im alten Pferdebahnhof, später ein Busbahnhof, bietet einen reizvollen Beginn. Weiter entlang der Tolkewitzer Straße gehe ich nach rechts in die Tauscherstraße und weiter in die Gustav-Freytag-Straße bis zum Niederwaldplatz. Hier betrete ich Neugruna, die Niederwaldstraße erzählt Geschichte, seit dem 18. November 1893 fuhr hier die Bahnlinie der Tramways Company of Germany Ltd, heute bleibt nur eine Erinnerung und eine Garteneisenbahn. Weiter geht es die Kyffhäuserstraße entlang, kurz vor dem Herbert-Wehner-Denkmal biege ich rechts ab und durchquere den finsteren Stadt-Dschungel, der mich zur Teutoburgstraße führt. An der Huttenstraße entdecke ich am Haus eine beleuchtete LED-Leiter, offenbar der direkte Aufstieg für den Weihnachtsmann. Freilich ein recht kleiner Weihnachtsmann.
Freitag 27.12.24
Nach Trachenberge in die Drachenschlucht, mit der Buslinie 64 bis Maxim-Gorki-Straße. Von der Trachenberger Straße überquere ich die Döbelner Straße, ein schmaler Fußweg führt bergauf zur Weinbergstraße. Links geht es weiter zur Albert-Hensel-Straße mit der Kulturkirche Weinbergkirche, rechts steht das Straßenschild „Drachenschlucht“. Ich quetsche mich durch die Absperrung und steige in der Dunkelheit die Drachenschlucht hinauf. Aus dem Drachenschluchtwald klingt das Rascheln von Drachenschuppen und das Klappern von Drachenschluchtflügeln. Ein schwefliger Geruch nach Rauch und Erde liegt in der Luft. Hat der Drachen seinen Weihnachtsbraten verpasst und schnaubt jetzt vor Hunger? Vorsichtshalber biege ich nach rechts ab, folge dem Weg zur Weinbergstraße, weiter zur Hellerhofstraße bis zum Hauptmann-Hirsch-Denkmal, das an seine Tapferkeit im Russlandfeldzug erinnert. Die Radeburger Straße führt mich bergab, über die Maxim-Gorki-Straße bis zur Hansastraße. Der Überlandbus 478 bringt mich letztlich zum Neustädter Bahnhof.
Donnerstag 26.12.24
Zum zweiten Feiertag gebratene Ente mit Klößen und Rotkohl, Von der Bautzner Straße in Dresden Neustadt den Julie-Salinger-Weg entlang, rechts die Böhmische Straße vorbei am Restaurant Raskolnikoff, zum Martin-Luther-Platz mit Evangelisch-Lutherischen Kirchspiel Dresden-Neustadt, die Martin-Luther-Straße, über die Louisenstraße vorbei am Mondpalast weiter die Kamenzer Straße bis zu Sebnitzer Straße, ein Blick nach unten und die Zwerge grüßen bei denen noch ein kleines Lichtlein im Schaufenster leuchtet, weiter die Kamenzer, den Bischofsweg kreuzen bis zum Maharadscha, links den Alaunplatz (eine Verlängerung der Nordstraße) bergauf, Fußweg nach Norden zu Tannenstraße vorbei an Garnisonkirche St. Martin, auf der Stauffenbergallee über den Prießnitzgrund, vorbei am oberer Eingang in den Waldschlösschen Tunnel, die Waldschlösschenstraße zur Bushaltestelle Dresden Waldschlößchen, nein 8 Minuten ist mir zu lang da laufe ich lieber weiter mit Blick auf die Waldschlösschenbrücke
Mittwoch 25.12.2024
Der erste Feiertagsnachmittag beginnt mit einer Fahrt in der Buslinie 64 von der Bergmannstraße zur Zwinglistraße. In der Straßenbahn Linie 44 nutze ich die Gelegenheit, mein Smartphone mit dem USB-Kabel aufzuladen, ein moderner Luxus, den Straßenbahnen inzwischen bieten. Bei der Haltestelle Professor Ricker Straße an der Margon Arena steige ich aus. Ein kurzer Blick von der Bodenbacher Straße auf den Fernsehturm, dessen Lichter sich über den Elbhängen blinken. Und schon wandert mein Blick zu den festlich geschmückten Balkonen, deren Lichter den Zauber von Weihnachten ausstrahlen. An der Ecke Bodenbacher Straße, Marienberger Straße erinnert das historische Sühnekreuz an Geschichten und Legenden. Das Kreuz, mit einer eingeritzten dolchähnlichen Waffe, vermutlich einem Hirschfänger, versehen, erzählt von längst vergangenen Streitigkeiten und Totschlägen. Es wurde zur Sühne für eine Bluttat errichtet, so sagen es die Überlieferungen. Doch nicht nur die Vergangenheit ist hier spürbar, an dieser Stelle erinnert ein weißes Fahrrad an den tragischen Tod einer 16-jährigen Radfahrerin im Jahr 2015. Sie wurde nach einem Überholmanöver durch einen Mercedes getötet. Das Kreuz und das Fahrrad erzählen zusammen eine Geschichte von Leid und Erinnerung. Weiter geht es vorbei am Leuchtturm, der vor dem Restaurant Schwindts den Weg zu einem zauberhaften Ort zeigt, der selbst im Winter eine gemütliche Atmosphäre bietet. Ich passiere Auto Trentzsch und Uschis Bierstube, bevor die späte Zeit durch die markante Würfeluhr an der Ender Straße angezeigt wird. Sie erinnert mich daran, dass der Abend naht. Vor dem Rothermundpark biege ich nach rechts ab und folge einem schmalen Trampelpfad entlang des Blasewitz-Grunaer-Landgrabens. Der Weg wirkt schier geheimnisvoll, gefasst in die Finsternis des winterlichen Abends. Über eine kleine Landgrabenbrücke erreiche ich schließlich die Rosenbergstraße, die mich nach Altgruna führt. Dort endet mein Weg an der Haltestelle Zwinglistraße. Ein Spaziergang, der Geschichten und Geschichte verbindet, ein Feiertag mit Kontrast zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Ein perfekter Abschluss für den ersten Weihnachtsfeiertag.
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Dienstag 24.12.24
24. Dezember es ist Weihnachten,
Schärfeangaben unter den Chili-Namen lauten:
1. Guajillo Chili: 2.500–5.000 Scoville
2. Chipotle Chili: 5.000–10.000 Scoville
3. Ancho Chili: 1.000–1.500 Scoville
4. Chili Flakes: 15.000–30.000 Scoville
5. Jalapeño: 2.500–8.000 Scoville
6. Amazonas Chili: 50.000–70.000 Scoville
7. Habanero Red Savina: 350.000–580.000 Scoville
8. Bird's Eye Chili: 100.000–225.000 Scoville
9. Trinidad Scorpion: 1.200.000–2.000.000 Scoville
10. Carolina Reaper: 1.500.000–2.200.000 Scoville
Montag 23.12.2024
Der Montag vor Weihnachten beginnt mit einem kurzen Abstecher vorbei am DRK-Blutspendedienst. Ein kurzer Gedanke an die Heldinnen und Helden des Alltags, die hier ihr Bestes geben, bevor ich mich auf den Weg zur Haltestelle mache. Mit der **Linie 12** fahre ich zum **Schillerplatz**, wo die Straßenbahn gegen das Ampelrot ankämpft. Von hier aus geht es zu Fuß weiter zum Barteldesplatz, einem charmanten Kreuzung in der Villenkolonie. Die Waldparkstraße weiter, zwischen prächtigen Villen, die Geschichten aus einer anderen Zeit erzählen. Am Vogesenweg entlang fühle ich mich fast wie in einem geheimen Labyrinth, bis ich die Goetheallee erreiche. Diese Straße, die nach dem großen Dichter benannt ist, verbindet Eleganz mit einer abendlichen Melancholie.
Die Pfotenhauerstraße führt mich zur 40. Hebestelle, einem Fachwerkbau mit Eckturm im Heimatbaustil. Dieser Ort hat nichts mit Pumpen oder Wasser zu tun, sondern diente ab 1902 als Abgabestelle für Eingangsabgaben an der Gemeindegrenze zwischen Dresden-Stadt und dem Umland. Hier wurden Abgaben auf Waren wie Brot, Backwaren, Bier, Fleisch, Wild, Geflügel, Fische, Vieh und Getreide erhoben, ein Vorläufer der heutigen Mehrwertsteuer. Tatsächlich war dieses Gebäude Teil eines Systems von Akzise- oder Einnehmerhäusern, die seit 1703 in Dresden die sogenannte Generalkonsumtions-Akzisesteuer erhoben.
Von diesen historischen Hebestellen ist die 40. Hebestelle neben der 3. Hebestelle an der Weinbergstraße 1 in Trachenberge die letzte ihrer Art in Dresden. Aufgrund ihres besonderen ortsgeschichtlichen Werts steht sie seit 2022 unter Denkmalschutz. In gewisser Weise könnte man sagen, dass hier ein sächsischer Vorläufer der modernen Mehrwertsteuer entwickelt wurde – ein System, das vielleicht genauso kompliziert war wie das heutige, aber definitiv mehr Charme hatte. Während ich das Gebäude betrachte, stelle ich mir vor, wie Händler und Fuhrleute einst ihre Waren an dieser Stelle verzollten, während sie sicher den einen oder anderen Fluch auf die "Abgabestelle" ausstießen. Geschichte wird eben nicht immer mit Feder und Tinte geschrieben, sondern auch mit Zollscheinen und Quittungen.
Die Gleise nach der Hebestelle gehören zur Gleisschleife Johannstadt, einer ehemaligen Endhaltestelle der Linie 1, die längst in Vergessenheit geraten ist. Doch diese Straßenbahnlinie war einst das Rückgrat des Lebens an der Grenze von Johannstadt und Blasewitz.
Die Fetscherstraße und die Fiedlerstraße weiter auf meinem Weg, wo moderne Architektur und geschichtsträchtiso viel mehr ist als nur ein Verkehrsknotenpunkt. Hier pulsiert die Stadt, inmitten der Hektik eine beruhigende Stille, fast wie ein vorweihnachtliches Geschenk bringt.
Ein Spaziergang voller Kontraste, von historischen Geschichten bis zur modernen Lebendigkeit Dresdens. Der perfekte Abschluss für den Montag kurz vor Weihnachten.
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Sonntag 22.12.2024
Der vierte Adventssonntag beginnt mit einem Spaziergang entlang der Hopfgartenstraße, die einen Hauch von Nostalgie ausstrahlt. Hier steht als kleinformatiges Symbol ein einsames Einhorn, das von einem Kind verloren wurde. Ein Detail, das oft übersehen wird, doch es trägt die Fantasie in vergangene Zeiten. Das Einhorn, einst Symbol für Reinheit und Stärke, scheint hier fast vergessen, aber nicht weniger faszinierend. Es wirkt wie ein kleiner Wächter, der über die stille Straße wacht. Weiter führt mich der Weg in die Elisenstraße, die ihren Namen von der preußischen Prinzessin Elisabeth Ludovika erhielt. Die Architektur wechselt hier zu einem Mix aus einzelnen Gründerzeitbauten und moderneren Ergänzungen. Einige Häuser erinnern noch an die Eleganz der Vergangenheit, die trotz aller Veränderungen ihren Platz behauptet. Von der Elisenstraße biege ich ab in die Florian-Geyer-Straße, die man auch „Blaue Straße“ nennen könnte. Diesen Namen verdankt sie der blauen Beleuchtung, die die Treppenhäuser in der Nacht verbreiten, und den vielen Geschichten, die hier im Dämmerlicht ihren Anfang nahmen. Florian Geyer selbst, ein Anführer der Bauernkriege, verleiht der Straße ihren revolutionären Charakter. Die Straßenlaternen mögen längst moderner geworden sein, aber die Straße bewahrt ein Flair, das ein Stück rebellischer Vergangenheit erahnen lässt. Schließlich erreiche ich den Thomas-Müntzer-Platz, der ebenfalls tief in der Geschichte verwurzelt ist. Müntzer, der charismatische Prediger und Anführer der Bauernaufstände, scheint hier mit jeder Ecke des Platzes präsent. Der Platz ist ein Ort des Wandels, an dem alte Geschichten und modernes Leben aufeinandertreffen. Mit seinen schlichten Grünflächen und den umliegenden Bauten lädt er dazu ein, kurz innezuhalten, bevor der Weg weitergeht. Dieser Spaziergang verbindet historische Tiefe mit einem Hauch von Magie, von einem Einhorn bis zu revolutionären Visionen. Ein Sonntag voller Geschichten, der die Stadt in ihrem zeitlosen Glanz zeigt.
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Sonnabend 21.12.2024
Am vierten Adventswochenende starte ich meinen Ausflug am **Sankt Benno-Gymnasium**. Mit der **Straßenbahnlinie 13** geht es direkt zum **Wasaplatz**, einem lebhaften Knotenpunkt, der besonders zur Weihnachtszeit erstrahlt. Hier empfängt mich der **Weihnachtsmarkt „Weihnachten am Wasaplatz“** mit seiner festlichen Atmosphäre. Eine prachtvolle **Weihnachtspyramide** dreht sich, flankiert von einem traditionellen **Schwibbogen**, der die erzgebirgische Handwerkskunst zur Schau stellt. Der Duft von Glühwein, gebrannten Mandeln und Lebkuchen erfüllt die Luft, während Kinder in dicken Winterjacken umherlaufen und ihre Nasen an den Fenstern der kleinen Holzbuden plattdrücken. Nach dieser weihnachtlichen Einstimmung schlendere ich die Oskarstraße entlang, die mich mit ihrer Ruhe und den prächtigen Gründerzeithäusern beeindruckt, nur unterbrochen vom Rollen der durchsausenden Straßenbahnen. Dann erreiche ich den Kreisverkehr am Gustav-Adolf-Platz, ein zentraler Punkt in Strehlen, der von grünen Bäumen und historischen Villen umgeben ist. Hinter dem Bahndamm liegt der Haltepunkt Dresden-Strehlen, der eine wichtige Verbindung in die Stadt bietet. Der Abend hüllt die Umgebung in geheimnisvolles Licht. Ich überquere die Tiergartenstraße und betrete den Großen Garten, Dresdens grüne Oase, ein wahres Paradies für Spaziergänger, besonders in der abendlichen Stunde. Die Lichter des Carolaschlösschens funkeln durch die Dunkelheit, derweil ich über die kleine Brücke zum Carolaschlösschen gehe. Das Restaurant, das in diesem barocken Kleinod untergebracht ist, wirkt mit seinen beleuchteten Fenstern wie ein Märchenschloss. Weiter führt mich der Weg entlang der Querallee, einer der Hauptachsen des Parks, die mich direkt zum Palais im Großen Garten bringt. Dieses barocke Bauwerk, das einst als Lustschloss für Kurfürst Johann Georg III. erbaut wurde, strahlt im dezenten Licht eine stille Eleganz aus. Vom Großen Garten gehe ich weiter die Fetscherstraße, die mit ihrer breiten Baumallee und einigen historischen Gebäuden beeindruckt. Sie führt mich zum Fetscherplatz, einem geschäftigen Ort, der den Übergang zwischen urbanem Leben und der nächtlichen Ruhe markiert. Hier endet mein Spaziergang, erfüllt von der Magie des Weihnachtsmarktes, der historischen Architektur und der zeitlosen Schönheit Dresdens.
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Freitag 20.12.2024
Der Abend beginnt am **Königsheimplatz**, einem Ort, der sich durch seine harmonische Verbindung von Natur und Geschichte auszeichnet. Der Platz wird von mehreren Straßen wie der Händelallee und der Schubertstraße eingerahmt und markiert die Grenze zwischen Blasewitz und Johannstadt. Hier nehme ich mir einen Moment, um die Ruhe des Platzes zu genießen, bevor die nächste Straßenbahn die Stille unterbricht. Ich tauche ein in den **Waldpark**, eine grüne Oase mit verschlungenen Wegen und hohen Bäumen, die in der Dunkelheit ihren unverwechselbaren Zauber entfaltet. Das Licht der wenigen Laternen bricht durch die Blätter und wirft tanzende Schatten auf die Wege. Die Redewendung „Im Dunkeln ist gut munkeln“ passt hier vortrefflich, während der Wind durch die Äste raschelt und die Stille des Abends den Wald erfüllt. Der Waldpark, der bereits im 19. Jahrhundert als Naherholungsgebiet für die Bewohner von Blasewitz und Umgebung angelegt wurde, bewahrt bis heute den Charme vergangener Zeiten. Mein Weg führt mich weiter in Richtung Friedensplatz, ein Ort, der durch seinen Namen eine eindrucksvolle Symbolik trägt. Der Platz selbst ist frisch saniert, und die umliegenden Straßen und Villen verraten, die wohlhabenden Vergangenheit von Blasewitz. Früher ein Treffpunkt der Oberschicht, spiegelt der Friedensplatz bis heute eine harmonische Mischung aus Ruhe und urbaner Eleganz wider. Ein Spaziergang durch die Dunkelheit, der die Geschichte und Natur Dresdens miteinander verbindet. Hier endet mein Abend, begleitet von den leisen Tönen des Waldes und den Geschichten, die Dresdens Plätze und Wege in sich tragen.
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Donnerstag 19.12.2024
Mein Spaziergang beginnt an der **Gaststätte „Paul Rackwitz - Neue Welt“**, einem traditionsreichen Restaurant und Biergarten an der Stübelallee 4, an der Grenze des Stadtteils Johannstadt zum Großen Garten. Das Gebäude, das um 1900 im Auftrag von Rosalie Schmidt errichtet wurde, hat sich zu einer beliebten Institution in Dresden entwickelt. Hier treffen historische Gastlichkeit und moderner Service aufeinander. Das Restaurant bietet deutsche und europäische Küche, vegane und vegetarische Optionen sowie eine Auswahl an Bier, Wein und Cocktails. Vor allem an warmen Tagen lädt der großzügige Biergarten ein, unter freiem Himmel zu verweilen. Der barrierefreie Zugang und die familienfreundliche Atmosphäre machen „Paul Rackwitz - Neue Welt“ zu einem Ort, der für alle offen ist. Nach einer kurzen Pause setze ich meinen Weg durch den großen Garten fort, Dresdens weitläufigem Landschaftspark und einem Meisterwerk barocker Gartengestaltung. Die Drachenwiese, eine offene Grünfläche im Herzen des Parks, bildet das Ziel meines Spaziergangs. Im Winter entfaltet sie eine andere, fast unheimliche Aura. Im schummrigen Licht, das sich nur zögerlich durch die kahlen Baumkronen wagt, liegt die Wiese still und wirkt endlos. Der Frost hat das Gras wie mit einem silbrigen Schleier überzogen, der im spärlichen Mondlicht schimmert. Jeder Schritt knirscht auf dem gefrorenen Boden, und der Wind, der durch die Äste fährt, trägt ein leises, klagendes Geräusch mit sich. Einzelne Äste zeichnen im Dunkeln bizarre Muster auf den Weg, und die umstehenden Bäume erscheinen wie stumme Wächter, die die Geheimnisse der Drachen bewahren. Die barocken Strukturen des Parks, die in der Dunkelheit nur erahnt werden können, verleihen der Szene eine pittoreske, zugleich gespenstische Atmosphäre. Die Drachenwiese flüstert in winterlicher Stille Geschichten von feurigen Drachen, die nur die mutigsten Zuhörer vernehmen können. Während ich die Wiese umrunde, fühle ich mich von der Verbindung aus Natur und Vergangenheit eingefangen. Der große Garten, mit seinen Attraktionen wie dem Carolaschlösschen, dem Palais und der Parkeisenbahn, bleibt ein Ort voller Geschichten und Stille. Ein Tag, der von der gastlichen Wärme bei „Paul Rackwitz - Neue Welt“ bis zur geheimnisvollen Ruhe der Drachenwiese führt. Ein Spaziergang, der Dresden in all seiner faszinierenden Vielfalt zeigt, zwischen historischem Charme und zeitlosen Geheimnissen.
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Mittwoch 18.12.2024
Mein Weg führt mich heute zum **Straßburger Platz**, einem Ort, der die Geschichte Dresdens auf faszinierende Weise mit der Gegenwart verbindet. Der Platz, der einst den Namen **Fucíkplatz** trug, hat viele Wandlungen durchlebt. Eine dieser Geschichten beginnt im Juli 1961 mit der Eröffnung der Selbstbedienungsgaststätte **„pick-nick“** an der Grunaer Straße, direkt am damaligen Fucíkplatz. Als neuartige Systemgastronomie gestartet, zog das „pick-nick“ bald Gäste aus allen Teilen der Stadt an. Doch im Laufe der Jahre bekam die Gaststätte ihren sowohl spöttisch als auch liebevoll gemeinten Spitznamen **„Dreckscher Löffel“**. Heute steht das Gebäude vor dem Abriss. An seiner Stelle plant eine Leipziger Immobilienfirma den Bau eines modernen, siebenstöckigen Wohn- und Geschäftshauses mit einem großzügigen Dachgarten und einer markanten Fassade. Diese Veränderung markiert das Ende einer Ära und gleichzeitig den Beginn eines neuen Kapitels für den Straßburger Platz. Meinen Spaziergang fortsetzend, finde ich einen stillen Platz, um mein eigenes Picknick zu genießen, umgeben von den Spuren der Vergangenheit und dem lebendigen Puls der Gegenwart. Der Straßburger Platz, bis heute ein zentraler Verkehrsknotenpunkt, verbindet das Stadtzentrum mit den umliegenden Vierteln. Direkt daneben erhebt sich die gläserne Manufaktur von Volkswagen, ein modernes Wahrzeichen aus Stahl und Glas, das die Innovationskraft und Zukunft Dresdens verkörpert – doch auch ihre Tage sind gezählt. Die CargoTram, die einst die Manufaktur versorgte, ist bereits Geschichte, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch die gläserne Manufaktur selbst zur Vergangenheit wird. Dieser Nachmittag am Straßburger Platz zeigt, wie Geschichte und Veränderung in Dresden Hand in Hand gehen. Hier verweben sich die Erinnerungen an einstige Treffpunkte wie den „Dreckschen Löffel“ mit den Visionen für die Stadt von morgen, die schon bald selbst zur Vergangenheit werden. Ein Picknick, das mehr ist als nur eine Mahlzeit, es wird zu einem Moment, um die Geschichten eines Ortes zu entdecken, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbindet.
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Dienstag 17.12.2024
mein Weg führt mich heute zum **Fetscherplatz**, einem zentralen Verkehrsknotenpunkt im Stadtteil **Johannstadt**. Hier herrscht emsiges Treiben, Straßenbahnen und Busse sausen in alle Richtungen, verbinden die umliegenden Stadtteile und bringen Menschen zu ihren Zielen. Der Platz ist benannt nach **Georg Fetscher**, einem Arzt und Politiker, der sich im frühen 20. Jahrhundert um die öffentliche Gesundheit in Dresden verdient gemacht hat. Der Fetscherplatz ist einer der wichtigsten Dreh- und Angelpunkte für den öffentlichen Nahverkehr in Dresden und ein Stück lebendige Geschichte. Ursprünglich als Teil der Blasewitzer Vorstadt angelegt, entwickelte sich die Gegend zu einem der bedeutendsten Wohn- und Geschäftsviertel der Stadt. Die breiten Straßen und die klaren Linien der Gründerzeitarchitektur spiegeln diese Entwicklung wider. Ich stehe an einer der Haltestellen und beobachte das Zusammenspiel von Menschen und Maschinen. Die modernen Straßenbahnen, die hier verkehren, sind das Rückgrat der Stadt. Sie verbinden den Großen Garten, die Johannstadt und Blasewitz mit dem Stadtzentrum und darüber hinaus. Gleichzeitig erinnern die umliegenden Gebäude mit ihren Fassaden an eine Zeit, in der Dresden oft als „Elbflorenz“ bezeichnet wurde. In den Seitenstraßen, die vom Fetscherplatz abzweigen, entdecke ich kleine Läden, Cafés und Wohnhäuser, die eine andere, ruhigere Seite von Johannstadt zeigen. Trotz des geschäftigen Verkehrs am Fetscherplatz ist die Gegend von einer angenehmen Mischung aus urbanem Leben und grünen Inseln geprägt. Der Tag endet mit einem letzten Blick auf die Straßenbahnen, die in das Abendlicht gleiten. Der Fetscherplatz ist mehr als nur ein Verkehrsknoten, er ist ein Ort, an dem die Geschichte Dresdens mit der Gegenwart verschmilzt, ein lebendiger Beweis für die Dynamik und den Wandel dieser Stadt.
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Montag 16.12.2024
Mein Weg beginnt an der **Arnoldstraße**, einer gemächlichen Wohnstraße in der Johannstadt, die für ihre Mischung aus moderner Bebauung und grünen Inseln bekannt ist. Ich überquere die **Blumenstraße**, deren Name an die blühenden Vorgärten erinnert, die einst diesen Teil Dresdens schmückten. Weiter geht es zur Fußgängerampel am **Thomas-Müntzer-Platz**, einem Ort mit geschichtlicher Tiefe, benannt nach dem Anführer der Bauernkriege im 16. Jahrhundert. Von dort führt mich der Weg über das Käthe-Kollwitz-Ufer, benannt nach der bekannten deutschen Künstlerin, deren Werke die sozialen Nöte ihrer Zeit eindrucksvoll dokumentieren. Die Elbwiesen öffnen sich vor mir, eine weitläufige grüne Landschaft, die einen herrlichen Blick auf die Flusslandschaft und die Neustadt gegenüber bietet. Ich steige hinab bis zum Fährgarten Johannstadt, einem beliebten Ausflugsziel mit langer Tradition. Hier liegt die Anlegestelle der Elbfähre, die mich sanft über die Elbe bringt. Die Überfahrt ist kurz, aber sie bietet eine exzellente Perspektive auf die historische Silhouette der Altstadt und das Flair der Neustadt. Drüben angekommen, schlendere ich vorbei an der Drachenschänke, einem ehemaligen Gasthaus, das seinen Namen vom sagenhaften Elbdrachen erhalten hat. Der Elberadweg führt mich weiter flussaufwärts, ein beliebter Pfad für Radfahrer und Spaziergänger, der die Schönheit der Elbe erlebbar macht. Die Strecke bringt mich zur Waldschlösschenbrücke, deren Bau eine der größten Diskussionen in Dresden auslöste. Heute ist die Brücke ein modernes Wahrzeichen, das die Verbindung zwischen Tradition und Moderne symbolisiert. Ich steige die Waldschlösschenbrückentreppe hinauf, von der aus ich einen eindrucksvollen Blick über die Elbauen, die Elbhänge und die Stadt Dresden genieße. Oben, überquere ich die Brücke und folge der Fetscherstraße, einer der Hauptverkehrsadern Dresdens, die gleichzeitig von medizinischen Institutionen geprägt ist. Ich passiere das Herzzentrum Dresden und die Universitätsklinik Carl Gustav Carus, Einrichtungen, die weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt sind und eine wichtige Rolle in der medizinischen Versorgung spielen. Ein Spaziergang, der Natur und Architektur, Vergangenheit und Gegenwart harmonisch verbindet. Von der ruhigen Arnoldstraße über die traditionsreiche Fähre bis zur modernen Waldschlösschenbrücke ist dieser Tag ein Spiegelbild der Vielfalt Dresdens.
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Sonntag, 15.12.2024/p>
Ich spaziere durch Johannstadt-Süd in Richtung Straßburger Platz, einem bedeutenden Verkehrsknotenpunkt Dresdens. Hier treffen die Straßen des urbanen Lebens auf die historische Bedeutung der Stadt. Der Platz ist von beeindruckenden Gebäuden umgeben und liegt in unmittelbarer Nähe zum Großen Garten, Dresdens grüner Lunge. Ich folge den Schienen der ehemaligen CarGoTram, die einst als umweltfreundlicher Transportweg diente, um die Gläserne Manufaktur mit Bauteilen zu beliefern. Die Gleise führen mich direkt zum offenen Betriebstor des VW-Werks. Einen Moment stehe ich unabsichtlich einen Schritt auf dem Betriebsgelände, und unvermittelt ist Bewegung zu sehen. Das Tor muss geschlossen werden, und ich merke, dass ich im Weg stehe! Schnell mache ich Platz und ziehe mich ein Stück zurück. Weiter führt mein Weg vorbei am Botanischen Garten, dessen verschlungene Pfade einen Kontrast zur urbanen Umgebung bieten. Der Duft von Nadelhölzern und winterlichen Pflanzen füllt die Luft. Letztendlich erreiche ich die frisch asphaltierte Nicolaistraße, die jetzt wieder in einem glatten, gepflegten Zustand erstrahlt. Ein Spaziergang wie dieser zeigt, wie sehr Dresden moderne Stadtgestaltung mit historischen Details verbindet und an vielen Orten Geschichten aus Vergangenheit und Gegenwart erzählt.
Quellenangaben:
Wikipedia, die freie Enzyklopädie
Offizielle Website der Stadt Dresden
Erinnerungen an den Dresdner Verkehr der frühen 2000er
Persönliche Beobachtungen vor Ort
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Sonnabend, 14.12.2024
Meine Tour beginnt am Schillerplatz, einem geschäftigen Dreh- und Angelpunkt, umgeben von Villen, Geschäften und historischen Gebäuden. Direkt daneben liegt der traditionsreiche Schillergarten, wo sich schon Generationen von Dresdnern und Besuchern bei Bier und Bratwurst die Elbluft um die Nase wehen ließen. Ich überquere das Blaue Wunder, diese legendäre Brücke, die seit 1893 Loschwitz und Blasewitz verbindet und ohne einen einzigen Flusspfeiler eindrucksvoll über die Elbe spannt. Unter mir legt ein beleuchtetes Schaufelraddampfschiff der Sächsischen Dampfschifffahrt an der Anlegestelle Schillergarten an, als hätte es die perfekte Dramaturgie der Nacht geprobt. Kaum ist es am Ufer, gleitet das Schaufelraddampfschiff schon schnaufend unter der Brücke hindurch Richtung Stadtzentrum. Ich schlendere weiter am Biergarten Elbegarten vorbei, der im Sommer mit seinem Blick auf die Elbe ein kleines Paradies ist. Hinter dem historischen Elbe Hotel erreiche ich den Körnerplatz, einen gemütlichen Platz mit kleinen Läden, Buden und einer Atmosphäre, die so entspannt ist, dass man die Zeit vergisst. Der Veilchenweg lockt mich bergauf, unter der Schwebebahn hindurch, die sich wie ein stiller Akrobat über mir entlangzieht. Sie ist die älteste Bergschwebebahn der Welt, ein technisches Wunder aus dem Jahr 1901, das Loschwitz mit Oberloschwitz verbindet. Auf der Calberlastraße geht es wieder hinunter zur Pillnitzer Landstraße, bevor ich letztlich zum Körnerplatz zurückkomme. Zum Abschluss meines Spaziergangs gehe ich noch einmal über das Blaue Wunder, diesmal auf der anderen Seite. Hier begrüßt mich die Villa Marie, ein stilvolles Restaurant, das mit seiner sächsisch-mediterranen Küche selbst verwöhnte Gaumen glücklich macht. Direkt daneben entdecke ich das Café Toscana, das mit feinsten Konditorei-Spezialitäten und dem verführerischen Duft von Kaffee, Tee und Schokolade ein Paradies für Genießer ist. Dieser Spaziergang durch Dresdens Geschichte und Kultur und zeigt wie die Stadt ihren unverwechselbaren Charme zwischen Tradition und Moderne bewahrt.
Quellenangaben:
www.cafe-toscana.de
Sächsische Dampfschifffahrt
Wikipedia die freie Enzyklopädie
Erinnerungen an Dresdner Brücken und Stadtteile
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Freitag 13.12.2024
Der Tag beginnt mit Vorfreude, denn die Solarmodule werden geliefert und ein Kran hebt die Photovoltaikanlage auf das Dach. Ein weiterer Schritt in Richtung Energieunabhängigkeit und Nachhaltigkeit wird gemacht.
Am Abend zieht es mich hinaus, der Schillerplatz ist mein Startpunkt. Hier am Rand von Blasewitz pulsiert das Leben, umgeben von Geschäften, Cafés und historischen Gebäuden. Ich überquere das Blaue Wunder, diese faszinierende Stahlbrücke, die seit über einem Jahrhundert die Elbseiten verbindet. Die Lichter spiegeln sich auf der Wasseroberfläche, während ich die beeindruckende Aussicht auf die Elbhänge genieße.
Mein Weg führt mich weiter zum Körnerplatz, der mit seinen charmanten kleinen Läden und der entspannten Atmosphäre ein beliebter Treffpunkt ist. Von hier aus gehe ich die Grundstraße hinauf, eine der ältesten Verbindungen zwischen den Elbauen und den Loschwitzer Höhen. Die Straße ist steil, aber gesäumt von historischen Villen, die Geschichten längst vergangener Zeiten erzählen.
Ich biege rechts in den Karl-Schmidt-Weg ein. Dieser schmale Pfad schlängelt sich am Hang der Grundstraße entlang, gesäumt von dichtem Grün, das auch im Winter den Hang umrahmt. Der Weg führt mich aufwärts bis zur Wuttkestraße, die mit ihren eleganten Wohnhäusern und der ruhigen Umgebung den Charakter der Loschwitzer Höhen widerspiegelt.
Von dort geht es die Ulrichstraße hinunter, vorbei an der Schweizerei, einer ehemaligen Ausflugsgaststätte, die einst für ihre idyllische Lage und ihre regionale Küche bekannt war. Der Rückweg führt mich zur Haltestelle Steglichstraße an der Grundstraße, wo ich den Bus nehme und den Abend entspannt ausklingen lasse.
Quellenangaben:
Wikipedia die freie Enzyklopädie
Erinnerungen an Dresdner Brücken und Stadtteile
Lokale Geschichten und historische Karten aus Loschwitz und Blasewitz
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Donnerstag 12.12.2024
Es wird weiter am Solardach gearbeitet, ein Projekt, das genauso viel Geduld wie Fleiß erfordert. Doch am Abend ruft die Kunstgeschichte, und ich mache mich auf den Weg zum Trinitatisfriedhof, genauer gesagt zu Tor B, das in Caspar David Friedrichs unvollendetem Gemälde „Der Friedhof“ eine herausragende Rolle spielt. Dieses Tor, das symbolisch die Grenze zwischen der irdischen Welt und dem Jenseits markiert, inspirierte Friedrich vermutlich, bei seinem Gedächtnisbild für ein verstorbenes Kind. Das Gemälde zeigt einen frischen Grabhügel, der von trauernden Eltern flankiert wird, und das eindrucksvolle Tor des Trinitatisfriedhofs, als zentrales Motiv der Verbindung zwischen Diesseits und Jenseits. Obwohl das Werk unvollendet blieb, gehört es heute zu Friedrichs Nachlass und gibt einen tiefen Einblick in die Gedankenwelt des Künstlers. Der Trinitatisfriedhof selbst ist einer der ältesten und bedeutendsten Friedhöfe Dresdens. Hier ruhen neben Caspar David Friedrich, auch viele andere namhafte Persönlichkeiten, die das kulturelle Erbe der Stadt geprägt haben. Die historischen Gräber, umgeben von alten Bäumen und einem Hauch von Mystik, verraten uns Geschichten aus vergangenen Jahrhunderten. Für Friedrich, einen der bedeutendsten Vertreter der Romantik, war der Friedhof nicht nur ein Ort des Abschieds, sondern ebenso eine Quelle der Inspiration. In der Stille der Gräber fand er die Ruhe, die seine Werke mit jener Tiefe und Melancholie erfüllte, die bis heute faszinieren. Ein Spaziergang durch diesen historischen Ort ist wie eine Reise in die Vergangenheit, bei der Kunst, Geschichte und Spiritualität miteinander verschmelzen.
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Mittwoch 11.12.2024
Der Tag beginnt mit einem Blick zur **Katholischen Kirche St. Josef** an der **Rehefelder Straße**, einem beeindruckenden Bauwerk, das die wechselvolle Geschichte der Dresdner Stadtteile Pieschen und Mickten widerspiegelt. Die Kirche, erbaut im neugotischen Stil, wurde 1891 geweiht und diente lange Zeit als Zentrum für die katholische Gemeinde im industriell geprägten Norden von Dresden. Ihre markanten Türme ragen über die umliegenden Wohnbauten in den Himmel. Rechts daneben liegt das Sachsenbad an der Wurzener Straße, ein faszinierendes Bauwerk im Stil der Neuen Sachlichkeit, das 1928 eröffnet wurde. Einst als modernes Volksbad konzipiert, wurde es später wegen baulicher Schäden geschlossen. Mit seiner markanten Fassade und dem denkmalgeschützten Status erinnert das Gebäude an eine Zeit, in der öffentliche Bäder als Orte der Gesundheit und Erholung eine zentrale Rolle spielten. Heute ist das Sachsenbad ein Symbol für den Umgang mit städtischem Erbe und wartet auf eine neue Nutzung. Am Abend fahre ich mit der Straßenbahn zurück zum Sachsenplatz, einem lebendigen Verkehrsknotenpunkt, der den Übergang zwischen Alt- und Neustadt markiert. Von hier aus führt mich mein Weg vorbei an der Albertbrücke, eine der ältesten Elbbrücken Dresdens, die seit ihrer umfassenden Sanierung mit einem äußerst speziellen Doppelgeländer wieder in alter Pracht erstrahlt. Der Blick von der Brücke reicht bis zu den Lichtern der Schaufelraddampfer, die in der Dunkelheit auf der Elbe ankern und eine nostalgische Atmosphäre verbreiten. Ich folge dem Elberadweg bis zum Elbedamm an den Resten der Carola-Brücke. Der Damm ist inzwischen fast vollständig überflutet, doch das Wasser erreicht nicht die Gehwege des Terrassenufers. Es ist ein eindrucksvoller Anblick, der die Macht und die Unberechenbarkeit der Elbe in Erinnerung ruft. Mein Weg führt letztlich zurück zum Güntzplatz, einem zentralen Punkt in der Johannstadt, benannt nach dem Verleger und Stifter Christian Friedrich Güntz, dessen Engagement für Bildung und Kultur bis heute Spuren in Dresden hinterlassen hat. Hier endet meine Tour mit einem Blick auf die Stadt, die Geschichte und Moderne auf so eindrucksvolle Weise miteinander verbindet.
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Dienstag 10.12.2024
Der Tag beginnt mit einem Frühstück bei unserem Bäcker aus **Klipphausen**, dessen Backwaren für ihre Qualität und Regionalität geschätzt werden. Das frisch belegte und herzhaften Brötchen bilden den perfekten Auftakt zu einem ereignisreichen Tag. Nebenbei probiere ich mein neues **Holster für den Gimbal** aus. Es sitzt knapp, aber sicher, bereit für den nächsten Spaziergang durch die Straßen Dresdens. Am Abend führt mich mein Weg am Artushof vorbei, einem bemerkenswerten Stück Dresdner Baugeschichte. Errichtet im Jahr 1899 von Franz Oskar Hartmann, zeigt sich der dreigeschossige gelb-rote Backsteinbau in historistischen Formen mit leichten Jugendstilanklängen. Ursprünglich als „Fürstenhof“ benannt, verweist der damalige Name auf den heutigen Fetscherplatz, der einst Fürstenplatz hieß. Der Artushof hat eine wechselvolle Geschichte als Hotel und Gaststätte. Zwischen 1949 und 1990 diente er als tschechisches Nationalitätenrestaurant namens „Ostrava“ und war in dieser Zeit ein beliebter Treffpunkt in der Dresdner. Nach der Wiedervereinigung wurde das Gebäude 1992–1993 restauriert und in ein Appartementhotel umgewandelt. Heute beherbergt es ein 4-Sterne-Hotel mit dem argentinischen Steakhouse Estancia, das für erstklassige Steaks und seine stilvolle Einrichtung bekannt ist. Der Artushof, eine Verbindung von Dresdner Tradition und Moderne, steht unter Denkmalschutz. Weiter am Fetscherplatz, einem pulsierenden Verkehrsknotenpunkt, wo bis in die Nacht gebaut wird. Arbeiter schleifen die Straßenbahnschienen, und die Funken blitzen wie kleine Sterne durch die Dunkelheit. Der Platz selbst verbindet die Vitalität des urbanen Lebens mit der Geschichte des Viertels und markiert den Übergang zu ruhigeren Wohngegenden. Auf meinem Weg zieht die Herz-Jesu-Kirche meinen Blick auf sich. Mit ihrem neugotischen Stil, der die Umgebung prägt, ist sie ein architektonisches Highlight. Die Kirche, 1905 erbaut, erhebt sich majestätisch und ruft in der Dunkelheit mit ihren klingenden Glocken zu einem Moment der Besinnung. Die Borsbergstraße, gesäumt von Gründerzeitfassaden und Geschäften in den DDR Häusern, zeigt sich als lebendige Achse des Viertels Striesen. Hier ist die Mischung aus historischem Flair und urbaner Dynamik spürbar. An der Mosenstraße biege ich rechts ab und gelange zuletzt zum **Area 49**, jenem geheimnisvollen Ort zwischen Realität und Fantasie, der dem Abend einen Hauch von Mysterium bringt. Zwischen der geschäftigen **Borsbergstraße** und der beruhigenden Stille des **Großen Gartens** verbirgt sich ein Gebiet, das nur die Wahrnehmung der Mutigen offenbart. Offiziell ist Area 49 kein militärisches Sperrgebiet. Doch wer sich in diese **allergeheimste Zone** wagt, entdeckt Strukturen, die jeden Blick fesseln. Grüne und blaue Leuchtfeuer wachsen aus der Erde, ihre unregelmäßigen Pulse werfen geisterhafte Schatten auf den Boden. Was sind sie? Kommunikationsgeräte? Warnsysteme? Oder Tore in eine andere Dimension? Das Flackern ihrer Lichter, begleitet von einem kaum wahrnehmbaren Summen, zieht die Gedanken in eine Welt, die zwischen den Sternen und der Erde zu schwebt. Mitten auf einer kleinen Wiese erhebt sich eine **metallische Kuppel**, deren Ursprung im Verborgenen liegt. Am Tag könnte man sie für ein Kunstwerk halten, doch bei Nacht verwandelt sie sich in ein lebendiges Rätsel. Ihre Oberfläche aus kleinen, unregelmäßig zusammengesetzten Platten reflektiert das Licht der Leuchtfeuer, die Funken ferner Sterne tanzen über sie. Ein pulsierendes Summen kommt aus ihrem Inneren zu, und die Luft um sie herum wird schwerer und dichter, sie verbirgt ein Geheimnis, das nicht preisgegeben werden will. Manche flüstern von einem abgestürzten UFO, andere von einem Tor zu einer verborgenen Welt unter unseren Füßen. Doch eines ist sicher: Niemand verlässt diese Kuppel ohne das Gefühl, etwas Unaussprechliches erlebt zu haben. Die Wege um Area 49 sind gesäumt von modernen Leuchten, deren kaltes, blaues Licht den Pfad erhellt. Die Strahlen sind suchende Blicke, die jeden Schritt der Besucher verfolgen. Sind es simple Lampen? Oder ein System, das Signale in den Himmel expediert. Doch wer hier verweilt, kann sich des Gefühls nicht erwehren, dass er Teil von etwas Größerem wurde. Etwas, das die Grenzen von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verwebt. Zwischen den Bäumen des **Großen Gartens** und der Betriebsamkeit der **Borsbergstraße** bietet Area 49 einen Ort, der die Realität dehnt und die Fantasie beflügelt. Es ist kein Ziel für die Eiligen, sondern für jene, die sich trauen, hinter die Fassaden des Alltäglichen zu blicken. Wer hierherkommt, betritt einen Raum, in dem Geschichten nicht erzählt, sondern gelebt werden.
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Montag 9.12.2024
Mein Weg beginnt auf der **Güntzstraße**, die ihren Namen zu Ehren von **Christian Friedrich Güntz** trägt. Der Verleger und Stifter aus dem 19. Jahrhundert spielte eine bedeutende Rolle in der Geschichte Dresdens. Die Straße verbindet den **Güntzplatz**, in Johannstadt, mit weiteren wichtigen Punkten der Stadt. Ein kurzer Abstecher führt mich in die Comeniusstraße, eine Fahrradstraße, die mit ihrer leisen Atmosphäre einen ausgeprägten Kontrast zur Betriebsamkeit der Güntzstraße bietet. Benannt nach Johann Amos Comenius, dem „Vater der modernen Pädagogik“, spiegelt die Straße den Fortschritt im Verkehrskonzept Dresdens wider, und steht für den humanistischen Geist, der Bildung und Gemeinschaft fördert. Weiter geht es zur Canalettostraße, benannt nach dem italienischen Maler Bernardo Bellotto, der unter dem Namen Canaletto berühmt wurde. Seine Ansichten von Dresden, gemalt im 18. Jahrhundert, sind weltbekannt und zeigen die Stadt in ihrer barocken Pracht. Die Baustelle hier, die lange den Verkehr beeinträchtigte, nähert sich endlich ihrem Ende. Neue Schienen und bester Asphalt verleihen der Straße eine moderne Eleganz.
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Sonntag 8.12.2024
Sonntagabend in der **Anton-Graff-Straße**, und die Nachbarschaft erstrahlt in voller Weihnachtsbeleuchtung. Die Johannstadt Süd zeigt sich von ihrer festlichen Seite, Schneemänner und Weihnachtsmänner in leuchtenden Farben bringen Kinderaugen zum Strahlen. Der Garten eines Mehrfamilienhauses verwandelt sich in eine kleine, leuchtende Märchenlandschaft. Der Weihnachtsmann mit Rentier und ein lächelnder Schneemann heißen Gäste willkommen. Lichterketten in Büsche und Bäume verbreiten einen warmen, winterlichen Glanz. Die Anton-Graff-Straße, benannt nach dem berühmten Porträtmaler des 18. Jahrhunderts, wird mit vorweihnachtlicher Beleuchtung zu einer Bühne für ein kleines, Weihnachtsfest. In den Fenstern der umliegenden Häuser flackern Kerzen, und ein Balkon weiter oben zeigt sich ein festlichen rotes Licht. Einige Gärten schmücken beleuchteten Bögen, wie eine winterliche Märchenwelt der Fantasie. Johannstadt Süd, geprägt von Villen und Gebäuden der Nachkriegsmoderne, schafft in der Adventszeit eine einladende und magische Atmosphäre. Liebevoll gestalteten Lichterinstallationen laden ein, einen Moment innezuhalten und die originelle Stimmung der Weihnachtszeit zu genießen. Zwischen den leuchtenden Figuren und den warm erleuchteten Fenstern wird der Abend zu einem kleinen Spaziergang durch eine Welt von Fantasie und Licht.
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Samstag 7.12.2024
Der Sonnabendabend zeigt Dresden von seiner stilleren, nassen Seite. Regen prasselt auf den Boden, während gelbliche Lichtkegel der Scheinwerfer die Dunkelheit durchdringen. Auf der nassen Baustelle spiegeln sich die Lichter von Absperrungen und Warnschildern, schweres Gerät ruht im Hintergrund, bereit für den nächsten Einsatz. Eine Szenerie wie aus einem Filmset – die Maschinen pausieren, doch die Vorbereitungen für den kommenden Akt laufen bereits. Wo tagsüber der Verkehr tobt, herrscht jetzt eine gedämpfte Stille, durchbrochen nur vom leisen Rauschen des Regens. Reflexionen tanzen auf den Pfützen, ein Spiel aus Licht und Schatten, während die Straßenlaternen einen Hauch von Orientierung bieten. Der Regen umhüllt die Baustelle wie ein Schleier, reinigt die Straßen und schenkt der Szene eine flüchtige Schönheit. Für einen Moment verschmelzen Technik, Licht und Natur zu einem Bild, das Geschichten erzählt, von Arbeit und Wandel, von Regen und Vergänglichkeit, von einer Stadt, die selbst in ihrer Ruhe in Bewegung bleibt.
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Freitag 6.12.2024
Die Fiedlerstraße in Dresden-Johannstadt ist am Freitagabend ein Ort des Übergangs. Die Baustelle dominiert das Straßenbild, Maschinen stehen bereit, Absperrungen lenken den Verkehr um, und Regen verstärkt die Reflexionen der Lichter, die in Pfützen flimmern und die Szene lebendig machen. Die Synagoge Fiedlerstraße, ein historisch bedeutsames Gebäude, erzählt die wechselvolle Geschichte der jüdischen Gemeinde Dresdens. Ursprünglich 1866 von Ernst Giese als Totenhalle auf dem Neuen jüdischen Friedhof errichtet, wurde das Bauwerk 1903 mit Unterstützung der Marie-Ascher-Stiftung erweitert. Doch die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs hinterließen auch hier deutliche Spuren. Beim Bombenangriff am 13. Februar 1945 brannte die Totenhalle aus. 1949/50 wurde die Halle unter der Leitung von Baumeister Warnatz und nach Plänen des Architekten Edmund Schuchardt wiederaufgebaut. Am 18. Juni 1950 weihte Rabbiner Martin Riesenburger das Gebäude feierlich als Synagoge. Von 1950 bis 2001 diente es als Hauptsynagoge der jüdischen Gemeinde in Dresden, bevor diese in die neu errichtete Synagoge am Hasenberg in der Altstadt umzog. Das Bauwerk selbst ist ein eindrucksvolles Beispiel des Historismus. Eine Kuppel mit Davidstern krönt die Totenhalle, der Raum darunter bietet Platz für 150 Personen. Im Inneren erinnert ein ehemaliger Toraschrein an die Zeit als Synagoge. Zwei Marmortafeln links und rechts des Schreins gedenken der Opfern des Nationalsozialismus. Seit 2001 dient das Gebäude wieder als Totenhalle. In der Dunkelheit hebt sich die Synagoge durch ihre klare Kontur und das Licht, das durch die Glaskuppel fällt, hervor. Eine stille Würde liegt über dem Ort, die von den umliegenden Bäumen des Friedhofs eingerahmt wird. An diesem Abend verbindet die Fiedlerstraße Geschichte und Veränderung. Die Baustelle und die Synagoge stehen symbolisch für die Vielschichtigkeit Dresdens, wo Vergangenheit und Gegenwart eng miteinander verwoben werden. An diesem Ort gewahrt man den Kontrast zwischen der Betriebsamkeit der Baustelle und der stillen Andacht des Friedhofs, zwischen Bewegung und Besinnung.
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Donnerstag 5.12.2024
Donnerstagnachmittag beginnt mit „Essen retten“ am Schillerplatz. Für nur fünf Euro erhalte ich beim Bäcker Möbius elf leckere Backwaren. Eine Mischung aus süßen und herzhaften Leckereien, die den Tag versüßen. Möbius, ein Familienbetrieb mit Tradition, ist bekannt für seine Qualität und seine Initiative gegen Lebensmittelverschwendung. Am Abend führt mich mein Weg von der Händelallee in den stillen Waldpark. Die Dunkelheit zwischen den Bäumen ist dicht, doch der Vogesenweg und die Waldparkstraße leiten mich sicher in Richtung Elbe. Meine Tour endet am Schillerplatz, wo das Licht der Straßenlaternen auf die Elbe fällt und den Fluss wie ein schimmerndes Band durch die Nacht zieht. Von hier aus öffnet sich der Blick auf das Blaue Wunder, die Loschwitzer Brücke. Seit 1893 verbindet die filigrane Stahlkonstruktion Blasewitz mit Loschwitz. Ihre Lichter tanzen auf der Wasseroberfläche und verleihen der Szene eine übernatürliche Atmosphäre. Am Elbhang leuchtet der Luisenhof, der „Balkon Dresdens“. Das traditionsreiche Restaurant thront hoch über der Elbe und bietet eine der schönsten Aussichten auf die Stadt. In der Dunkelheit wirkt es wie ein strahlendes Relikt aus vergangenen Zeiten. Die Mischung aus dem glänzenden Fluss, der imposanten Brücke und den Lichtern der Villen am Elbhang macht diesen Abend unvergesslich. Der Rückweg führt mich wieder durch die stille Landschaft des Waldparks. Die kühle Nachtluft und der Geruch feuchter Erde begleiten mich, ein Moment der Ruhe und Besinnung. Ein Donnerstag, der mit Brot und Geschichten beginnt und mit einem Spaziergang durch Geschichte und Natur endet.
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Mittwoch 4.12.2024
Mittwochabend in Johannstadt Süd. Die Dunkelheit legt sich wie ein Schleier über die Fassaden der Gebäude, die mit ihren verspielten Details aus der Gründerzeit in den Nachthimmel ragen. Die warm erleuchteten Fenster durchbrechen die winterliche Stille und erzählen von gemütlichen Abenden hinter schweren Vorhängen. Mein Weg führt mich über die unsichtbare Grenze nach Striesen, wo die Straßen von einer stillen Eleganz geprägt sind und Vergangenheit und Gegenwart miteinander verschmelzen. Die Villen mit ihren Erkern und Balkonen schauen geheimnisvoll in der Dunkelheit. Die Fachwerkfassaden und abgerundeten Fensterbögen im Licht der Straßenlaternen erzählen Geschichten von Dresdner Bürger und Handwerker. Ein schmaler Weg, gesäumt von kahlen Bäumen, führen in die Tiefe der Nacht und öffnen eine Welt, die bei Tageslicht verborgen ist. Es ist die Welt vom Area 49, jenem geheimnisvollen Ort, seitab zwischen der geschäftigen Borsbergstraße und der beruhigenden Stille des großen Gartens. Hier, in der Dunkelheit, verändert sich alles. Der kleine Park wird zur Bühne, auf der Fantasie und Realität verschwimmen. Unerklärliche blaue und grüne Lichtquellen wachsen aus dem Boden, werfen tanzende Schatten und verschmelzen mit den Silhouetten der Bäume. Eine metallene Kuppel, scheinbar wahllos in der Landschaft stationiert, wird im Schein der Lichter zum pulsierenden Rätsel. Kommen Strukturen und Lichter als Boten aus einer anderen Dimension? Die glühenden Farben und das leise Summen schaffen eine surreale Stimmung, die zugleich Neugier weckt und Ehrfurcht auslöst. Der Rückweg führt mich durch Striesen nach Johanstadt, wo die Fenster der alten Villen wie kleine Leuchttürme in die Nacht strahlen. Ein Winterabend voller verborgener Geschichten von Johannstadt Süd und Striesen, der zeigt, dass selbst die Dunkelheit voller Licht und Leben steckt.
Dienstag 3.12.2024
Vom Hauptbahnhof, dessen imposante Glaskuppel in der Dunkelheit erstrahlt, führt mein Weg zur Prager Straße. Zur Adventszeit zeigt sich Dresden in einem festlichen Glanz, und die Weihnachtsmärkte locken mit ihrem originellen Zauber. Auf der Prager Straße reiht sich eine festlich geschmückte Bude an die nächste. Die Lichterketten und geschmückten Bäume verleihen der breiten Fußgängerzone inmitten der markanten Nachkriegsarchitektur eine stimmungsvolle Eleganz. Der Duft von Glühwein, gebrannten Mandeln und frischen Waffeln erfüllt die Luft und zieht Besucher aus allen Teilen der Stadt an. Von der Prager Straße führt mein Weg über den Dr. Külz Ring, vorbei an geschäftigen Passanten und beleuchteten Schaufenstern, in Richtung Altmarkt. Die Prager Straße, einst als Vorzeigeprojekt des sozialistischen Wiederaufbaus geplant, verbindet heute Tradition mit eindrucksvoller Moderne. Hier trifft das geschäftige Treiben der Großstadt auf die Ruhe der Adventszeit. Am Altmarkt angekommen, führt der Weg direkt zum 590. Dresdner Striezelmarkt, einem der ältesten Weihnachtsmärkte Deutschlands. Seit 1434 wird hier die Adventszeit gefeiert, und der Markt hat sich zu einer der bedeutendsten Attraktionen Dresdens entwickelt. Der Duft von Dresdner Christstollen, dessen Rezeptur seit Jahrhunderten gepflegt wird, liegt in der Luft. Hauptattraktion ist die riesige erzgebirgische Weihnachtspyramide, deren kunstvoll geschnitzte Figuren das Herzstück des Marktes bilden. Umgeben von Holzbuden, die traditionelle Handwerkskunst aus dem Erzgebirge, Lausitzer Keramik und filigrane Glaskunst präsentieren, entsteht eine unvergleichliche Atmosphäre. Der Klang von Weihnachtsliedern, das geschäftige Treiben an den Ständen und das Lachen der Kinder machen den Markt lebendig. Ich schlendere durch die Gassen, vorbei an handgeschnitzten Räuchermännern und kunstvollen Schwibbögen, die als fester Bestandteil vieler Weihnachtsdekorationen gelten. Die historischen Gebäude der Altstadt bilden eine imposante Kulisse, die den Striezelmarkt zu einem Ort voller Zauber macht. Der Abend endet mit einem letzten Blick auf die Lichter des Marktes, die im Nachthimmel schimmern. Dresden zeigt in der Weihnachtszeit, wie Tradition und festliche Stimmung eine ganze Stadt verzaubern. Ein Spaziergang zwischen den beiden Märkten, der die Vielfalt und den Glanz der Adventszeit in Dresden lebendig werden lässt.
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Montag 2.12.2024
Johannstadt Süd im Wechselspiel von Licht und Schatten. An der Baustelle an der Dürerstraße durchbrechen orangefarbene Warnlichter, im Takt blinkend, die Düsternis. Absperrungen und Baugeräte bestimmen das Bild, derweil der Straßenverkehr sich langsam an den Umleitungen vorbeischlängelt. Ein gelber Linienbus fährt mit leuchtenden Scheinwerfern vorbei und bringt Bewegung in die nächtliche Stille, die doch nicht zur Ruhe kommt. Im Hintergrund erhebt sich die moderne Fassade eines Johannstädter Hochhauses, ein Symbol für den Wandel des Viertels. Das Licht der Straßenlaternen spiegelt sich auf dem nassen Asphalt und verleiht der Szene eine filmische Qualität. Johannstadt Süd, ein Stadtteil mit vielschichtiger Geschichte, zeigt die Spuren des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg, wo Tradition und Moderne ineinanderfließen. Die Bautätigkeit, die hier allgegenwärtig ist, erzählt von einer Stadt, die sich immer wieder neu erfindet. In den Fenstern der umliegenden Gebäude flackern Lichter, das Spiel aus hell und dunkel verleiht der Gegend eine pulsierende Lebendigkeit. Die Baustelle selbst, ein Ort des Übergangs und der Veränderung, steht für die Dynamik Dresdens, wo Altes und Neues im ständigen Dialog sind. Der Abend endet mit einem letzten Blick auf die blinkenden Warnlichter, die wie kleine Feuer in der Dunkelheit tanzen. Johannstadt Süd zeigt, wie ein Stadtteil sich wandelt und dabei seine Identität bewahrt.
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Sonntag 1.12.2024
Sonntagabend, ein Tag der Ruhe inmitten der Hektik des Alltags. Mein Weg führt mich von Johannstadt nach Striesen. Die Dunkelheit verwandelt die Straßen in einen Schauplatz, die Fassaden der Häuser erzählen in der Nacht mit bunten Fenstern und Lichtern ihre eigenen Geschichten. Ein Haus zieht meinen Blick an: Hinter hohen Bögen und kunstvollen Fenstern leuchten blaue und violette Farben. Die Reflexionen erinnern an die gläsernen Werke der Jugendstilzeit, in der die Harmonie von Licht und Raum zur Kunst erhoben wurde. Ist es ein modernes Echo jener Epoche, eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart? Am Hanoi-Restaurant vorbei, dessen Eingang mit warmen Lichtern geschmückt ist, entsteht eine andere Stimmung. Die schlichten Rattanlampen hängen wie kleine Glühwürmchen in der Dunkelheit und laden zu einer Reise ein, nicht nur kulinarisch, sondern auch gedanklich. Hier erlebt man die Verbindung von Lokalem und Globalem, wie Dresden selbst eine Stadt ist, die Geschichte und Weltoffenheit in sich vereint. Wenige Schritte weiter schimmert das Geschäft „Blumenträume“. Ein Name, der mitten im Winter Sehnsüchte weckt. Die kleinen, leuchtenden Dekorationen erinnern daran, dass selbst die dunkelste Nacht in Deutschland den Raum für Hoffnung und Träume lässt. Wie die Fenster der alten Häuser, die durch ihre Lichter kleine Inseln der Wärme in die kalte Nacht setzen. Es ist ein Sonntag, der Fragen stellt, ohne Antworten zu geben. Wie viele Geschichten verbergen sich hinter diesen Fenstern? Welche Erinnerungen wurden hier geteilt? Die Nacht scheint alles zu verhüllen und zugleich zu enthüllen, ein Spiel aus Licht und Schatten, Vergangenheit und Gegenwart. Ein Sonntagabend, der zum Nachdenken einlädt – über die Stadt Dresden, die Menschen und das Leben, das hinter jeder Fassade pulsiert.
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