Er schwieg einen
dann sagte er: Wenn du es je wieder leugnest, ersäuf' ich dich. Ja, sitz' nur hin und plärre wie ein Kind, das paßt ganz zu einem Kerl, der so handelt wie du. Nie habe ich einen […] Mehr lesen
Mehr lesenAusflugsziele und Reisen
dann sagte er: Wenn du es je wieder leugnest, ersäuf' ich dich. Ja, sitz' nur hin und plärre wie ein Kind, das paßt ganz zu einem Kerl, der so handelt wie du. Nie habe ich einen […] Mehr lesen
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Mehr lesenFröhlich stoßen sie vom Lande, Und am fernen Osten lacht In purpurenem Gewande Hehr Aurora, neu erwacht. – Der Leuchtturm am Lande wird nun schon zum Zwerge, Allmählich […] Mehr lesen
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Das Internet ist eine geniale Erfindung. Es verbindet Menschen, macht Wissen zugänglich und sorgt dafür, dass ich innerhalb von Sekunden weiß, welches Waschmittel am besten gegen Tomatensoßenflecken hilft. Aber vor allem ist es ein gigantisches, niemals stillstehendes Marketing-Monster, das mir unaufhörlich Dinge verkaufen will, die ich nicht brauche. Ich klicke auf eine harmlose Seite über die Geschichte der Fetscherstraße, zehn Minuten später zeigt mir jedes Banner eine maßgeschneiderte Auswahl an orthopädischen Einlagen. Offenbar spekuliert der Algorithmus, dass ich mich für die Dresdner Stadtgeschichte interessiere und viel zu Fuß unterwegs bin.
Der Algorithmus ist gnadenlos.
Aber bitte, ich brauche derzeit weder orthopädische Einlagen noch einen Krückstock. Doch das eigentliche Problem ist nicht die Werbung. Das Problem ist, dass sie funktioniert. Vor ein paar Tagen suchte ich bloß nach einem wirkungsvollen Schärfegrad für Chili-Nudeln. Jetzt besitze ich eine 1,5-Liter-Flasche fermentierte Carolina Reaper-Soße und warte darauf, ob mir mein Magen ein Kündigungsschreiben schickt.
Ich arbeite in meiner kleinen Agentur. Webdesign ist meine Leidenschaft. Eine Leidenschaft im Wechselbad aus Euphorie und existenzieller Verzweiflung. Jedes Projekt beginnt mit einer Vision. Klare Linien, intuitive Navigation, ein Look, der modern und frisch wirkt. Dann kommt der Kunde und fragt: „Können wir das Logo größer machen?“ Selbstverständlich können wir. Das Logo wächst und wächst, bis es aussieht wie die Werbetafel eines Autobahnrestaurants. Dann geht es an die Inhalte. „Machen Sie es lebendiger, aber nicht zu verspielt, seriös, aber bitte jung, professionell, aber irgendwie locker.“ Ich nicke verständnisvoll. Innerlich bereite ich mich auf den kommenden Kampf mit der Typografie vor. Nach der dritten Überarbeitung frage ich mich, warum mache ich das alles? Dann gehe ich auf eine der Seiten, die ich vor Monaten erstellt habe, sehe die perfekte Balance von Design und Funktion, und erinnere mich. Für diese kleinen Siege lohnt es sich.
Früher meinte ich, Suchmaschinenoptimierung (SEO) sei eine Art geheime Wissenschaft. Heute weiß ich es. Das ist schwarze Magie, gepaart mit einem Würfelspiel. Ich verbringe Stunden damit, Keywords zu analysieren, lade Bilder mit perfekt benannten title+Alt-Tags hoch und optimiere Ladezeiten, nur um dann festzustellen, dass Google mich trotzdem auf Seite drei verbannt hat. Dort, wo das Internet endet und nur Leute mit unbeirrbarer Entschlossenheit klicken. SEO-Experten sagen, man müsse Inhalte mit Mehrwert erstellen. Folglich schreibe ich ausführliche, nützliche, optimal recherchierte Texte. Doch mein Konkurrent postet eine Website mit fünf hastig zusammenkopierten Sätzen, einer grellen „Jetzt kaufen!“-Überschrift und landet direkt auf Platz eins. Das ist der Moment, in dem ich tief durchatme und mir einrede, dass Qualität sich dereinst durchsetzt. Vermutlich. Hoffentlich.
Kunden sind faszinierende Wesen. Sie kommen mit großen Träumen und noch größeren Änderungswünschen. Besonders spannend sind diejenigen, die mir eine zweistündige Präsentation über ihre Vision halten und dann sagen: „Machen Sie einfach, ich vertraue Ihnen.“ Das bedeutet, in der Regel, dass sie nach der ersten Entwurfsrunde zurückkehren und mir erklären, dass sie doch lieber alles anders hätten. Kein Problem, dafür bin ich da. Ich trinke einen Kaffee, ändere das Layout, passe die Farben an und sende es erneut raus. Die Antwort: „Das erste war eigentlich besser.“ Ich frage mich oft, ob Kunden heimlich ein Bingo-Spiel mit Designern spielen. Punkte gibt es für jede widersprüchliche Anweisung, einen Bonus für „Können wir es anders machen, aber ich weiß nicht genau wie?“ Ich hoffe, es gibt wenigstens einen Hauptpreis.
Am Ende eines langen Tages, nach zahllosen Korrekturen, unzähligen Änderungen und einer fast religiösen Auseinandersetzung mit einem widerspenstigen Farbcode, ist es endlich so weit. Die neue Website geht online. Ich lehne mich zurück, sehe mein Werk auf dem Bildschirm und lasse den Moment auf mich wirken. Die Farben harmonisch, die Texte sitzen, die Navigation fühlt sich geschmeidig an. Ich klicke mich durch die Seiten, teste die Menüs, überprüfe die Ladezeiten. Dann ein letzter Blick auf die Startseite. Dieser Moment ist kurz, aber er ist wertvoll. Ein kleines Stück Internet, das für einen Wimpernschlag genau so ist, wie ich es mir vorgestellt habe. Perfekt wird es nie sein, doch es ist meins. Ich genieße das leise Gefühl der Zufriedenheit, derweil mein mittlerweile kalten Kaffees mich daran erinnert, dass es Zeit wäre, endlich aufzuhören zu arbeiten. Das Telefon klingelt. Ich ahne, wer es ist. Ich bin mir fast sicher, was kommt. Ich schließe kurz die Augen. Dann hebe ich ab. „Wissen Sie“, sagt mein Kunde, „das Logo… ich frage mich, ob es nicht doch ein bisschen größer sein könnte.“ Ich atme tief durch. Extra tief. Die Stille am anderen Ende der Leitung dehnt sich aus. Dann das Nachschieben eines hoffnungsvollen „Oder was denken Sie?“ Ich denke an das letzte Meeting, in dem das Logo schon dreimal gewachsen ist. Ich denke an die vorherigen Nächte, in denen ich mich fragte, warum ich diesen Job eigentlich mache. Und dann denke ich an den Moment, wenn wieder eine neue Website online geht. „Natürlich“, sage ich. „Kein Problem.“ Ich öffne die Datei, rücke das Logo um zwei Millimeter nach oben und lade die neue Version. Zwei Minuten später kommt die Antwort: „Ja, das sieht jetzt viel stimmiger aus!“ Ich lehne mich zurück. Ich könnte mich aufregen. Aber dann erinnere ich mich, warum ich das alles mache. Es sind die Herausforderungen, die mich antreiben. Es sind die kleinen Siege. Jene Momente, in denen trotz aller Kompromisse etwas Funktionierendes, etwas Schönes, etwas Echtes entsteht. Ich nehme einen Schluck kalten Kaffee, schließe die Augen für einen Moment und weiß es. Morgen fange ich wieder von vorne an.
Mit einem Blick auf die Absurditäten des Alltags und einem kräftigen Schluck Kaffee,
Ihr Navigator durch die Untiefen des digitalen Dschungels.
Quellenangaben:
Inspiriert von den unermüdlichen Kundenwünschen, die mich jedes Mal auf eine Reise ins Ungewisse schicken.
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie (für allgemeine Informationen über Algorithmen, SEO, Social Media und Onlinemarketing)
Google Ads & SEO-Leitfäden (für Einblicke in Werbealgorithmen und Suchmaschinenoptimierung)
Amazon – Personalisierte Produktempfehlungen und Werbeanzeigen basierend auf Nutzerverhalten
AliExpress – Automatische Vorschläge und gezielte Bannerwerbung nach Suchanfragen
Meta (ehemals Facebook) – Algorithmische Steuerung von Inhalten und Werbeanzeigen in sozialen Netzwerken
Statista – Studien und Statistiken zu Onlinemarketing, Social Media Trends und Werbeeffizienz
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